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Alte Feuerwache – der Teufel steckt im Detail

veröffentlicht am 28.07.2009 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Die alte Feuerwache am Ostertorwall

Hameln (as). „Kein Hotel, kein Ärztehaus, keine Markthalle.“ Andreas Wahl, Geschäftsführer der Hamelner Wohnungsbau Gesellschaft (HWG), lässt keinen Zweifel daran, wie er sich die Zukunft der alten Feuerwache am Ostertorwall vorstellt. Das Grobkonzept stehe – jetzt werde intensiv an den Details gefeilt.

Das Konzept sieht ein generationenübergreifendes Wohnen vor – barrierefrei und innenstadtnah. Seit Mitte August 2008 arbeite die HWG intensiv an der Planung, zu keiner Zeit habe es Stillstand gegeben. Immer wieder sei die Kernvariante überarbeitet worden – derzeit brüte man über der sechsten Version. Ziel sei es, Kosten und Flächennutzung zu optimieren. Breiten Raum nehme zudem das Thema Parken ein. „Es muss sich insgesamt rechnen“, betont Wahl. Schließlich gehe es um eine Investition in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro (ohne Kaufpreis). Der Denkmalschutz vereinfache die Planungen nicht gerade, außerdem müsse der städtebauliche Aspekt berücksichtigt werden.
Darüber hinaus seien Gespräche mit potenziellen Partnern geführt worden mit der Absicht, einen Generalmieter mit ins Boot zu holen. Geprüft werde aber auch, wie und ob die HWG allein ohne Partner das Projekt stemmen kann. Der wirtschaftliche Teil, erklärt Erster Stadtrat Eckhard Koss, sei ein wesentlicher Faktor. Außerdem müsse der unter Denkmalschutz stehendende historische Teil integriert werden – und: „Man braucht Stellplätze.“ Hier müsse man auch den Bereich Wilhelmstraße mit dem Krankenhaus im Auge behalten. Denkbar sei, auch dort Parkplätze für das Wohnprojekt zu schaffen. Alle Details müssten in das Gesamtkonzept passen. Noch sei es zu früh, mit den Planungen in den Bauausschuss zu gehen, die Politik einzubinden. Die Zielrichtung sei zwar klar, eine endgültige Fassung des Konzepts gebe es jedoch noch nicht. Koss, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der HWG ist, unterstreicht: „Wenn im Aufsichtsrat Einigkeit besteht, werden wir der Politik unsere Vorstellungen präsentieren – nach vorheriger Abstimmung mit den Stadtwerken.“ Sowohl Koss als auch Wahl gehen davon aus, dass nach der nächsten Aufsichtsratssitzung im Herbst Klarheit herrscht. Parallel zum HWG-Konzept werde momentan ein Bebauungsplan für den betroffenen Bereich erarbeitet, der die städtebaulichen Rahmenbedingungen vorgeben soll. Man sei froh, so Koss, dass es derzeit keinen rechtskräftigen Bebauungsplan gebe, der Plan auf Grundlage des HWG-Konzepts entwickelt werden könne. Das Modell „generationenübergreifendes Wohnen“ birgt nach Ansicht von Koss und Wahl hohes Potenzial, vor allem die Chance, Externe nach Hameln zu locken. Als positives Beispiel führt der HWG-Geschäftsführer das Fontane-Quartier an. 50 Prozent der Bewohner dort seien von außerhalb zugezogen. Eine ähnliche Resonanz erhofft sich Wahl auch für die alte Feuerwache. Es gebe bereits Interessenten – beispielsweise aus Viersen. Darüber hinaus knüpfe man auch Kontakte über die Paritäten zu möglichen späteren Bewohnern. Alternative Wohnformen, betont Wahl, würden immer beliebter. Nicht nur deshalb sei man von dem Konzept überzeugt. Stadt, Stadtwerke und HWG sind eng miteinander verflochten. Die alte Feuerwache gehört der Stadt Hameln, die HWG zu 80 Prozent den Stadtwerken. Die Stadtwerke wiederum sind eine 100-prozentige Tochter der Stadt. Allen gemeinsam ist der Wunsch, das verwaiste Filetstück in der Kernstadt wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Wahl: „Wir sind sehr optimistisch, dass wir damit Erfolg haben werden.“



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