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Theatergruppe spielt Mini-Dramen im Rahmen der Hamelner Schulkunstwochen

Alte Arche, jung aufgepeppt

Hameln. Die „arche“ als Bühne – und das Besondere: im selbst geschaffenen Ambiente. Hamelner Schulkunstwochen bereits zum neunten Mal. Fast schon liebgewordene Tradition. Mehr noch: wichtiges Bindeglied zur Jugend. Wer seine Bilder an den Arche-Wänden hängen sah, hier musizierte, spielte oder nur Zuschauer war, wird die Galerie anders erinnern, mit anderen Augen sehen. Vielleicht sogar wiederkommen. Zum neunten Mal also Schülerbilder an den kunstverwöhnten Wänden, ergänzt um Spiel und Spektakel am Donnerstagabend um zwei kleine Sketche – ein Mini-Drama des zwölften Vikilu-Jahrgangs und eine Art Zeitreise à la Wells mit Hameln im Titel.

veröffentlicht am 20.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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Zwei Moderatoren, Falk Lücke und Thomas Bietendüwel, die auch als Organisatoren genannt werden. Und beeindruckend, wie die beiden so was von frei und ohne Spickzettel parlieren und vor allem Lücke ein atemberaubendes Tempo ohne Verhaspler vorlegt.

„Sind wir schon da?“ – eine Autofahrt auf fünf Stühlen mit Papa, Mama und nervigem Nachwuchs. Drei an der Zahl, zwei Gören und dazwischen ein Junge, der kategorisch feststellt: „Ihr nervt beide.“ Und nicht ganz sicher, ob er die beiden Mädels oder doch die Erzeuger meint. Typische Situationen – tausendmal erlebt. Mama strapaziert ihr Handy, fotografiert im Minutentakt, Papa lenkt durch den Großstadtverkehr, also nicht durch Hameln, und die drei Rangen im Fond nerven. Quengeln, streiten, petzen. „Musik lauter“ – und im Gegenzug: „Musik leiser“. Chantal, pickliger Teenie, der von einem vermutlich ebenfalls pubertierenden Pickelträger verlassen wurde, soll sich um die kleine Schwester kümmern, als ob sie keine anderen Sorgen hätte. Und Papa verliert die Kontrolle, kracht einem anderen Wagen hinten drauf und verkündet: „Das wird euch vom Taschengeld abgezogen.“ Ralf Werner Kühn als Vater am Steuer, Anna-Lea Welz als Mutter am Handy und im Fond Robin Mai als Sohn, Vanessa-Maria Wente als Tochter – der Rest ist Schweigen und fehlt als Töchterchen Nummer zwei auf dem Programmzettel.

„Hameln im Wandel der Zeit“. Offenbar eine Mesalliance anno 1721, die der Herr Papa gar niemals nicht billigen würde, lässt Magdalena (Laura Lange) und Moritz Brodtmann als Friedrich in die Weser hüpfen und sehr heutig auf Zoé alias Leandra Sophie Krückeberg und Louise Liebing als Amber stoßen, die für die Zeitreisenden den Cicerone geben. Nicht der einzige Schock für das Pärchen von 1721, dass in der Garnisonskirche jetzt eine Sparkasse residiert – und der Rattenfänger (Anna Sina Pommerening), wo immer sich Touristen befinden: einfach da. Zwei locker-leichte Sketche im Gesamtkunstwerk „Arche“. Schön, dass es sie gibt, die Hamelner Schulkunstwochen. Auch zum bereits neunten Mal.

Hamelner Schulkunstwochen noch bis Sonntag, 13. März, in der Arche, Kastanienwall 12.

„Hameln im Wandel der Zeit“: Bildende und darstellende Schülerkunst zum Thema „Mensch und Stadt“ in der Arche.Foto: pr



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