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Berliner Messeveranstalter will die Werbung intensivieren / Timpe plant Konkurrenzveranstaltung

Alles soll besser werden bei der Soltec 2012

Hameln (CK). Die Geburtswehen waren dem „Kind Soltec“ deutlich anzumerken: Als im vergangenen Jahr die Hamelner Solarmesse, über fünf Jahre von Messeveranstalter Rainer Timpe organisiert, unter neuer Regie stattfand, waren viele enttäuscht. Denn Frank Baumann von der Expotec Berlin war es nicht gelungen, an die Besucherzahlen der Vorjahre heranzukommen – statt der erwarteten acht- bis elftausend kamen nur 5000, die sich über regenerative Energien informieren wollten. Doch in diesem Jahr soll das anders werden: „Wir haben eine Reihe guter Gespräche geführt und sind zuversichtlich, dass es mit der Soltec gelingen wird, dass Hameln als Solarregion wahrgenommen wird“, sagt etwa Lutz Reimann vom Beirat.

veröffentlicht am 13.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 00:21 Uhr

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Ähnlich optimistisch gibt sich Frank Hoffmann von der Expotec. „Wir haben bisher 60 Aussteller und können noch einige weitere verkraften.“ Die frühere Fokussierung auf die Solarenergie hält Hoffmann für „schwierig“, vor allem angesichts der reduzierten Förderung in dieser Branche. „In diesem Jahr sind wir aber breiter aufgestellt, was die regenerativen Energien angeht und darüber hinaus froh, dass namhafte Marktführer nach Hameln kommen“, sagt Hoffmann. „Hilfreich“ nennt er dabei auch, dass die Expotec mit der Preisstruktur fast 40 Prozent runtergehen konnte.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Soltec soll nach Hoffmanns Worten die Elektromobilität sein; für dieses Thema konnten Mitsubishi, Opel und VW gewonnen werden. Das Rahmenprogramm wird in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur und der Weserbergland AG zurzeit gerade ausgestaltet, Fachvorträge sind bereits enthalten. Regionale Partner wie etwa Elektroma, die Stadtwerke oder e.on Westfalen Weser Vertrieb sollen ebenfalls zur Attraktivität der Messe beitragen und vor allem: sie kundenorientierter machen. Und: Die Expotec will verstärkt in die Werbung gehen, und zwar in Absprache mit der Hameln Marketing und Tourismus GmbH.

Neben zahlreichen Produkten gibt es natürlich auch in diesem Jahr wieder Tipps und fachmännische Beratung, unter anderem von den „Energieprofis“ am Stand der Klimaschutzagentur. Christine Tegtmeier stellt am Stand der Stadt Hameln die verschiedenen Klimaschutzprojekte, darunter den städtischen Solarkataster, vor. Vorträge sollen Fachpublikum, Politik und Verwaltung gleichermaßen ansprechen, und auch an den Schulen wird die Werbetrommel für die Soltec gerührt.

Was das Geld angeht: Die Stadt gewährt eine finanzielle Unterstützung von 62 500 Euro in fünf Jahren, der Landkreis hat sich aus der Förderung zurückgezogen. Laut Anja Sprich vom Referat für Wirtschaftsförderung laufen derzeit noch Gespräche mit dem niedersächsischen Umweltministerium. Sollte es aus Hannover einen Zuschuss geben, wäre der allerdings ausschließlich für das Rahmenprogramm und die Werbung bestimmt.

Pikant: Der frühere Soltec-Veranstalter Timpe, der seinen Nachfolger Baumann im Vorjahr scharf attackiert und ihm vorgeworfen hatte, „eine funktionierende Soltec kaputtgemacht“ zu haben, organisiert eine eigene Solarmesse: Zwei Wochen nach der Hamelner Veranstaltung soll sie unter dem Namen „Solarmesse OWL“ in Minden stattfinden.

Die Hamelner Soltec findet vom 7. bis 9. September im Bürgergarten und auf dem Rathausplatz statt. Geöffnet ist sie täglich von 10 bis 18 Uhr.

Trotz der Kürzungen bei der Solarförderung: Lutz Reimann vom Soltec-Beirat (hier im Vorjahr mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode) ist nach wie vor vom Solarstrom überzeugt.

Foto: Dana



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