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Alles sicher beim Pur-Konzert?

veröffentlicht am 26.07.2010 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (bha). Was die vier Hamelnerinnen Diana, Zoe, Viktoria und Isabel in Duisburg bei der Loveparade erlebt haben, steckt ihnen in den Knochen (s. unten). Auch bei der Stadt Hameln wurde die Berichterstattung über den tödlichen Verlauf der Massenveranstaltung verfolgt. Zwar ist eine Besucherzahl von 8000 im Vergleich zu 1,2 Millionen verschwindend gering, und selbst die für Hameln imposante Anzahl von 120 000 Menschen beim Tag der Niedersachsen 2009 machen nur zehn Prozent der Duisburger Massen aus. Aber Sicherheitskonzepte müssen trotzdem her, aus denen hervorgeht, was in welchen Fällen zu tun ist. Auch für das Konzert, das die deutsche Band Pur am 7. August im Bürgergarten gibt.
Mit 8000 Besuchern rechnet der Veranstalter, die Stadtsparkasse, die für das Konzert ein Konzept samt sicherheitsrelevanter Aspekte vorlegen musste. Für 8000 Besucher sei die Fläche geeignet, sagt Dieter Schur, der in der Stadtverwaltung für Recht und Sicherheit zuständig ist. 8000 Besucher „sind schon eine ganz schöne Hausnummer für den Bürgergarten“, sagt der Einsatzleiter der Polizei Wilfried Ludwig. Er war im Juni dabei, als das Kooperationsgespräch mit dem Veranstalter geführt wurde, und habe auf einen Aspekt hingewiesen, der zum Risiko werden könnte, wenn er nicht bedacht wird: starke Unwetter. „Ich habe so etwas einmal erlebt“, sagt er und berichtet von der Abi-Veranstaltung im Jahr 2007 auf der Kampfbahn. Damals habe es so einen heftigen Starkregen und Gewitter gegeben, dass die Feiernden panisch den Ort verlassen wollten und völlig unkontrolliert auf die Straße gelaufen seien. Eltern, die auf Anruf mit ihren Autos kamen, um die durchweichten Kinder abzuholen, sorgten für volle Straßen. „Da hatten wir ganz schön zu tun“, erinnert sich Ludwig. Eine Schlussfolgerung daraus: Die Polizei ist gewappnet für den Fall, dass bei Pur von oben nicht alles Gute, sondern Unwetter kommt und die Leute nur noch weg wollen. „Dann sperren wir die Deisterallee für den Verkehr ab“, so Ludwig.
Neben der Schwachstelle „Wetter“ gibt es noch andere, wie Schur erklärt. Dazu zählt er fest installierte Zäune, die den Weg versperren. Von eben diesen ist der Bürgergarten umgeben, aber die Fläche, wie andere Gelände auch, habe einen entscheidenden Vorteil, wie Schur ausführt: Sie verfüge Rückzugsräume, wie die Polizei sie nennt. So, wie die Deisterallee einer ist, so ist auch der Rathausplatz einer. Der Zaun, der ihn vom Bürgergarten trennt, werde für das Konzert entfernt und durch einen flexiblen Bauzaun ersetzt, der bei Bedarf geöffnet und im Notfall niedergetrampelt werden könnte.  Insgesamt stehen fünf Notausgänge mit einer Breite von fünf bis zehn Metern zur Verfügung.



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