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Reinhard Lange: Schau zum Geburtstag

Alles außer „harmlos“

Hameln. Er mag keine „harmlosen Bilder“. Das hat Reinhard Lange immer gesagt, wenn man ihn zu seinen Werken befragt hat. Und harmlos – das sind seine Werke in der Tat nicht. Verstörend vielleicht, mit geballter Kraft, von großer, zeitloser Intensität, das ist das, was die Bilder dieses großen Künstlers aus Hameln auszeichnet. Bei einer Vernissage anlässlich des 78. Geburtstages von Reinhard Lange in den Räumen des Anwaltshauses in der alten Feuerwache (dort ist Lange übrigens auch geboren) konnten sich die Gäste am Samstag davon überzeugen, wie die wilde Schaffenskraft dieses Ausnahmekünstlers immer wieder neue Seherlebnisse mit einer Vielzahl von persönlichen Entdeckungen verbindet.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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„Lange hat Spuren hinterlassen, als Lehrer und als Künstler.“ Das bescheinigte ihm Rechtsanwalt Rüdiger Zemlin. Und sein Kompagnon Sven Bielefeld zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und der Größe der Bilder Langes, die in den Räumen des Anwaltshauses, der früheren Feuerwache (Alte Marktstraße 7c), erst so richtig und eindrucksvoll zur Geltung kommen. Als eine „Entdeckungsreise aus 50 Jahren künstlerischen Schaffens“ bezeichnete der Jurist, der gemeinsam mit Dr. Markus Hedemann diese Ausstellung initiiert hatte, das Werk des Geburtstagskindes.

Wild, dynamisch, dramatisch

Lange sucht in seinen Bildern das Störende, die Brüche. Die künstlerische Radikalität, seine ganz eigene, explosive Formen- und Farbensprache hat der 78-Jährige immer konsequent ausgelebt. Nein – gefällig sind seine Bilder nicht. Die glättende Ästhetik fehlt ihnen. Wilde Schönheit, dynamische Linienführung und teilweise dramatische Inszenierungen hingegen ziehen den Betrachter buchstäblich in die Werke hinein, bei denen sich Figuren und Situationen aus den Farbflächen herauskristallisieren. Sie haben den späteren Meisterschüler des Berliners Fred Thieler zu einem profilierten Künstler der modernen Malerei in Deutschland gemacht.

Auch Bürgermeisterin Ursula Wehrmann würdigte Lange, der in Hannover und Berlin Malerei und Kunstpädagogik studiert hatte und 25 Jahre lang als Kunsterzieher am Albert-Einstein-Gymnasium tätig war, als außergewöhnlichen Künstler, der sich selbst und den Betrachter zum Nachdenken anregen wolle und immer wieder neue Entdeckungen und Seherlebnisse ermögliche. Dankbar sei sie besonders dafür, dass Lange seiner Geburtsstadt Hameln die Treue gehalten und sie mit seiner Kunst bereichert habe. Als Zeichen dieser Dankbarkeit überreichte sie Lange im Namen von Rat und Verwaltung die Ehrennadel der Stadt.

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  • Künstler Reinhard Lange – unten im Bild mit Bürgermeisterin Ursula Wehrmann – feierte am Samstag nicht nur eine Ausstellungseröffnung, sondern auch seinen 78. Geburtstag. Fotos: CK


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