weather-image
28°
Kaum ein Lebensmittel ist so gesund, vielseitig verwendbar und skandalträchtig wie das gute alte Hühnerei

Allerlei rund ums hart und weich gekochte Ei

Berta, das Ei ist hart!“ Dieser Spruch aus dem Sketch „Das Ei“ von Loriot ist altbekannt und gerade jetzt hochaktuell, denn viele bunt gefärbte Hühnereier werden in der kommenden Woche den österlichen Frühstückstisch zieren.

veröffentlicht am 29.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 17:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Kaum ein Lebensmittel ist so gesund, vielseitig verwendbar und skandalträchtig wie Eier. Ob geschüttelt, geschlagen oder gerührt – roh, gekocht oder gebraten – mit Eiern gelingt vieles besser. Als Grundnahrungsmittel sind die runden Dinger Bestandteile vieler Mahlzeiten. Dementsprechend empfindlich reagieren Käufer auch auf die Negativschlagzeilen rund ums Hühnerprodukt – da ist Eierwerfen noch das Harmloseste.

Das Aktuellste zum „Ei“ ist derzeit die „Eierknappheit“. Auf dem Wochenmarkt äußert sich Sebastian Hanf von Schmitz Frischgeflügel Udo Hanf dazu. Hier zumindest scheint es keinen Mangel an weißen, braunen und bunten Eiern zu geben. Doch Hanf hat beobachtet, dass die Preise im Einkauf in den vergangenen drei Wochen um 7 bis 8 Cent gestiegen sind, seit Käfighaltung EU-weit verboten ist und die Ware auf dem Markt knapper wird. Der Verkäufer meint aber, seine Preise halten zu können.

Zum Thema Haltbarkeit erklärt der Experte, dass frische Eier bei moderaten Temperaturen in der Regel 3,5 bis 4 Wochen haltbar sind. Wichtig ist, dass die empfindliche, poröse Eierschale nicht beschädigt wird, denn sonst können Bakterien eindringen und die Haltbarkeit vermindern. Auch nach dem Kochen ist Aufpassen angesagt; am besten verzichtet man auf das Abschrecken mit kaltem Wasser, weil es die Gefahr, dass Keime eindringen, erhöht. Bunte Eier erhalten ihre Haltbarkeit durch eine Versiegelung. Diese hart gekochten Eier weisen am Eidotter oftmals bläu- oder grünliche Ränder auf. Eine nicht gesundheitsgefährdende Verfärbung und Ausdruck der Freisetzung von Eisen und Schwefel und deren chemischer Reaktion durch lange Kochzeiten.

Ein Ei ist zuständig für die Ernährung heranwachsenden Lebens. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Multitalent fast alles an Nährstoffen enthält, die der Körper benötigt, um gesund zu bleiben – auch, wenn man nicht gerade schwanger ist: 40-mal so viel Vitamin D wie Milch, dazu Proteine, B-Vitamine, Lutein und Zeaxanthin für die Stärkung der Sehkraft, sowie die für den Fötus wichtigen gehirnbildenden Nährstoffe Folsäure und Cholin. Auch wenn ein durchschnittliches XL-Ei von 63 Gramm im Dotter neben 10 Gramm Fett auch ein Gramm Cholesterin enthält, wird nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Cholesterinspiegel davon kaum beeinflusst. Denn eine vermehrte Zufuhr von außen drosselt die körpereigene Produktion dieses lebenswichtigen Stoffes. Untersuchungen haben sogar eine unterstützende Wirkung bei Diäten ergeben, da Eier sättigen und Energie liefern.

Die ovalen Rundlinge mit der harten Schale und dem weichen Kern beschäftigen Wissenschaftler und Verbraucher gleichermaßen und sorgen für viele Diskussionen. Die Frage, wer zuerst da war – die Henne oder das Ei – bleibt dabei bis heute unbeantwortet. Doch die Frage, wie ein perfektes Ei gekocht wird, scheinen Wissenschaftler bereits gelöst zu haben – mit Formeln für die Kochzeit, Küchenwaage oder Messschieber. Wem das zu kompliziert ist: Exakte 4,5 Minuten sind die optimale Kochzeit für ein weiches Ei, wie Loriot es mag. Nord- und Mitteleuropäer lieben das Löffeln des kaum gestockten, weichen Eigelbs inmitten des erstarrten Eiweißes.

Wer genau wissen möchte, aus welchem Nest seine Eier stammen: Unter der Webseite des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. http://www.was-steht-auf-dem-ei.de ist mit der Eingabe der aufgedruckten Kontrollnummer nachzulesen, von welchem Legebetrieb das Ei geliefert wurde – das gibt es auch als App für das Handy.

Lecker und einfach zubereitet ist ein Eiersalat mit Sardellen und Kresse für den Osterbrunch oder aus den übrig gebliebenen Ostereiern. Dazu sechs hart gekochteEier grob, eine Schalotte, ein EL Kapern und zwei eingelegte Sardellen (abspülen) fein hacken. Die Marinade aus je zwei EL Mayonnaise undsaure Sahne mit feinem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern und den Salat mit Kresse bestreuen.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Gabriele Laube



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare