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38-Jähriger startet bei Deutscher Meisterschaft im orientalischen Tanz

Allein unter Frauen

Hameln. Kaum ein Tanzstil beflügelt die Fantasie so sehr wie der Bauchtanz. Mit seinen kreisenden, wellenartigen Bewegungen beschwört er nicht nur Märchen aus 1001 Nacht, sondern reizt die Sinne optisch und akustisch auf betörende Weise.

veröffentlicht am 24.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:21 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Das galt auch in der Rattenfängerhalle, in der zum neunten Mal die Deutsche Meisterschaft im orientalischen Tanz ausgetragen wurde. Knapp vier Stunden traf hier Orient auf den Okzident. Mittendrin: Michael Haßenpflug aus Hemer. Der 38-Jährige war der einzige männliche Teilnehmer bei der von Frauen dominierten Tanzart. „Bauchtanz hat für mich eine ganz eigene Faszination“, erzählt der Tanzlehrer, der im Sauerland mit seinem „Bistro Oriental“ stets für volle Häuser sorgt. Ursprünglich hatte er sich dem Standard- und lateinamerikanischen Tanz verschrieben. Seit neun Jahren allerdings lässt ihn der Bauchtanz nicht mehr los. „Ich gebe mich dem mitreißenden Rhythmus völlig hin. Und der Reiz liegt vor allem darin, dass diese Art von Tanz sowohl weiche als auch harte Elemente beinhaltet.“ Besonderen Reiz übe der kulturelle Aspekt dieser Jahrtausende alten Tanzkunst auf den ersten deutschen Bauchtanzmeister aus. Bauchtanz sei für Michael Haßenpflug sowohl sinnlich, als auch elegant und begeistere durch akzentuierte Bewegungen. Der stampfende Trommelrhythmus gehe ohnehin sofort in die Beine.

Aber in der Hamelner Rattenfänger-Halle werden auch mal andere musikalische Wege beschritten. Zwar hat das Trio „Bahija“ aus Hennef bei Bonn auch alle klassischen Elemente des Bauchtanzes im Tanzgepäck, trotzdem verblüffen sie bei der Musikauswahl: Der berühmte Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms wird der verblüfften Jury präsentiert, die von der Musikauswahl völlig begeistert ist. Höchstnoten für die drei Damen aus Hennef. Während sich die zahlreichen Gruppen dem harten Urteil der Juroren stellen, hält es die Gäste kaum mehr auf den Sitzen.

Trotzdem scheint der Bauchtanz in der Rattenfängerstadt immer noch ein Geheimtipp zu sein, denn viele Plätze in der Rattenfänger-Halle bleiben unbesetzt. Das ist bedauerlich, doch Organisatorin Sabine Krauthäuser von der Tanzschule „Bellabina“ lässt sich dadurch nicht beirren. Auch im nächsten Jahr soll Hameln wieder Gastgeber für die Bauchtänzer sein. Dann hoffentlich mit mehr Zuschauern.

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