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Hafenfest ohne Bühnenboot – für mehr Nähe zwischen Bands und Publikum / Rund 1500 Besucher

Alle Mann an Land

HAMELN. Der alte Schutzhafen ist beliebt, wenn zum „Hafenfest“ eingeladen wird, das ist an diesem Samstag deutlich: Bereits ab dem frühen Nachmittag füllt sich das Gelände am Senator-Meyer-Weg mit Besuchern, deren Zahl sich am Ende auf rund 1500 summiert. Zusätzlich zur besonderen Hafenatmosphäre und herrlichem Wetter werden ihnen auch musikalische Leckerbissen geboten.

veröffentlicht am 09.09.2018 um 17:02 Uhr

Ob 18 oder 63 – bei Punx & the Countrymen spielt das Alter keine Rolle, die Liebe zur Musik ist entscheidend. Dem Publikum gefällt’s. Foto: HX

Autor:

Peter Höxter
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Den Opener bei diesem kleinen aber feinen Festival macht ein Überraschungsgast: Rainer Bob Dulas. Der musikalische Altmeister Hamelns mit der markanten Stimme ist dem Hafenverein eng verbunden und tritt gemeinsam mit weiteren Musikern auf, übrigens sein erster Auftritt in diesem Jahr. Natürlich mit dabei ist der Van-Morrison-Klassiker „Brown eyed girl“. Aber auch eigene Songs wie „Here in the valley“ locken das Publikum schon früh vor die Bühne. Anders als in den Vorjahren spielen die Bands nicht auf einer schwimmenden Bühne, sondern auf dem Festland. Zwar fehlt manchem Besucher das besondere Hafenflair, aber die Mehrzahl der Gäste ist angenehm überrascht von dieser Variante, die mehr Nähe zu den Musikern bedeutet, wie zur Newcomerband Punx & the Countrymen, die mit Songs wie „Wasn’t born to follow“ begeisterten.

„Unsere Gäste können nun auch vom Bier-, Grill- und Kuchenstand die Bands sehen, ich glaube dieser Versuch war sehr erfolgreich“, erklärt Martin Höxter, der neue Vorsitzende des Hafenvereins, die Bühnenvariante. Das Fest ist Generationen übergreifend, nicht nur im Publikum, auch auf der Bühne: Bei Punx & the Countrymen stehen 18- und 63-Jährige gemeinsam auf der Bühne und harmonieren hervorragend. Aus dem Nachbarlandkreis Schaumburg angereist ist die Band „Five Pints Later“. Mit ihrem Zug quer durch alle Musikrichtungen bringt sie klangliche Vielfalt gepaart mit solidem musikalischen Fundament ein. Vor der Bühne inzwischen rund 500 Zuhörer, das gibt es auch nicht so oft in Hameln.

Gage verlangt keine der Bands, alle wollen den Hafenverein, der sich der Kulturförderung und dem Naturschutz im Hafen verschrieben hat, unterstützen. So auch die Band „Claptonmania“, von der einige Mitglieder eigens aus dem Ruhrgebiet angereist waren. Clapton-Klassiker wie „White Room“ oder „Crossroads“ kommen super an. Auch die Fans des klassischen Blues-Rocks kommen auf ihre Kosten: „Prime Time“ aus Hessisch Oldendorf spielen in Dreierbesetzung Songs wie „Still got the Blues“, Call me the Breeze“ oder „Pride and Joy“ mit tollem Groove, das Publikum steht nicht mehr still. Selbst Hund „Grisou“ stimmt bei „Still got the Blues“ mit ein: mit Wolfsgeheul. „Gar nichts so schlecht“, findet ein Gast.

Altmeister Bob Dulas ist mit von der Partie. F.: HX
  • Altmeister Bob Dulas ist mit von der Partie. F.: HX
Bewährt und beliebt: Claptonmania mit Clapton-Klassikern. Foto: HX
  • Bewährt und beliebt: Claptonmania mit Clapton-Klassikern. Foto: HX

Den Abschluss dieses „rundum gelungenen Festes“ – da sind sich die Besucher einig – bildet die neue Band „Spacepost“ die mit Alternativ- und Independent-Rock und eingängigen Titeln wie „Blubber“, „Future“ oder „Crowd“ noch einmal eine besondere Klangfarbe auf die Bühne bringen. Gerd aus Hameln ist begeistert: „Die sind echt klasse, das ist genau die Musik, die ich mag.“ Und einig sind sich nach einem herrlichen Tag und Abend auch in diesem Punkt alle Besucher: Der Hafen ist ein erhaltungswürdiges Kleinod, und das Hafenfest ein musikalischer Pflichttermin auch für das kommende Jahr.


Online: Eine Bildergalerie mit Fotos vom Hafenfest finden Sie ab Montagmittag unter dewezet.de



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