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Die Pollenflugsaison startet und wird nach Expertenmeinung besonders heftig ausfallen

Alarm für Allergiker

Hameln-Pyrmont. Die Aussicht klingt verlockend: In den nächsten Tagen könnte tatsächlich der langersehnte Frühling Einzug halten – mit Temperaturen im zweistelligen Bereich. Bis 14 Grad versprechen die Meteorologen für heimische Breitengrade. Südwestliche Winde werden uns warme Luft aus dem Mittelmeerraum bescheren. Wie schön! Wenn da nicht die Kehrseite der Medaille wäre: eine drohende Pollenexplosion, die Allergikern das Leben schwermachen kann. Denn die Natur steht in den Startlöchern: „Sobald es warm wird, kann alles sehr schnell gehen“, bestätigt Stadtförster Ottmar Heise. Die Natur gleiche die durch die lange Kälte eingetretene Verzögerung aus: „Die Austriebsphase der Bäume und Sträucher kann dann sehr komprimiert stattfinden.“ Im Gegensatz zu dem meteorologischen (1. März) oder dem kalendarischen (20. März) Frühlingsanfang markiert die Apfelblüte den botanischen Frühlingsbeginn. Der aber lässt noch auf sich warten. Bitter dagegen für Allergiker: Hasel-, Erlen- und Birkenpollen fliegen schon. Und die Reaktionen könnten in diesem Jahr nach dem langen Winter ohne Allergen-Kontakte bei einem durch Erkältungen geschwächten Immunsystem besonders heftig ausfallen. Ein bis fünf Haselpollen pro Kubikmeter Luft reichen nach Angaben der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) zu diesem frühen Zeitpunkt schon aus, um erwachsenen Pollenallergikern zu schaffen zu machen. Später in der Saison würden erst fünf bis zehn Pollen pro Kubikmeter zu Symptomen führen. „Die allergene Potenz ist bei der zu erwartenden Explosion der Natur höher als sonst“, vermutet auch Birgit Köpps-Padberg, Pressesprecherin der Apotheken Hameln und Umgebung, und warnt: „Wenn jemand auf Pollen reagiert, muss er generell auch mit Nahrungsmitteln vorsichtig sein.“

veröffentlicht am 06.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 07:21 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Denn oft treten Kreuzallergien auf: „Birke-, Hasel- und Erlenpollenallergiker sollten Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Aprikosen meiden“, listet die Apothekerin auf. Das gilt auch für Menschen, die zum ersten Mal allergisch reagieren. Erwischen kann es irgendwann jeden – egal, welchen Alters. Anzeichen für Heuschnupfen sind Niesen, Nasenjucken, eine ständig triefende Nase oder tränende Augen. „Auch allergisches Asthma kann eine Reaktion sein“, weiß Köpps-Padberg. Die Allergieausprägungen seien höchst unterschiedlich, lassen sich mit rezeptfreien Mitteln zwar lindern, oft aber hilft nur der Gang zum Arzt: So sind zum Beispiel Asthma-Sprays verschreibungspflichtig.

Wer besonders heftig unter Pollenallergie leidet, sollte sich ein paar Regeln zu eigen machen, empfiehlt Birgit Köpps-Padberg:

Abends duschen und die Haare waschen, damit die Pollen weggespült werden.

Kleidung, die tagsüber getragen wurde, nicht im Schlafzimmer ablegen.

Auch wenn der Wunsch nach Frischluft groß ist – die Fenster im Schlafzimmer geschlossen halten oder Pollenschutzgitter anbringen.

Spaziergänge in Zeiten und Gegenden mit starkem Pollenflug vermeiden.

Jetzt fliegen sie wieder – die Pollen von Erle, Hasel und Birke. In diesem Jahr, fürchten Experten, könnte es, sobald es wärmer wird, zu einer regelrechten Pollenexplosion kommen, die Allergikern das Leben schwermacht.



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