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Hamelner Forum startet durch

Aktuelles von Erdogan bis Auschwitz

HAMELN. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe Hamelner Forum startet ins Herbstsemester. Das neue Programm beschäftigt sich mit dem Thema des Rechtsextremismus in der Vergangenheit und auch in der heutigen Zeit. Ebenso wird auf die Probleme der Länder Syrien und Türkei eingegangen.

veröffentlicht am 28.08.2017 um 17:33 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 18:30 Uhr

Kristin Helberg. Foto: Jan Kulke/photoartberlin

Autor

Friederike Beese Reporterin
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Inwieweit wird die Demokratie bedroht und könnte es passieren, dass sich die Ereignisse von damals wiederholen? Das ganze Forums-Programm:

  • Donnerstag, 21. September, 19 Uhr: Dr. Volker Weiß, „Die autoritäre Revolte – Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes.“Der Historiker schreibt unter anderem für „Die Zeit“ und gilt als einer der besten Kenner der neuen rechten Szene. In seinem Buch geht er kritisch auf aktuelle rechtsextreme Strömungen in Deutschland ein. Er zeigt, dass nationalsozialistische Motive von früher wieder aufgegriffen werden.
  • Donnerstag, 12. Oktober, 19. Uhr: Kristin Helberg, „Verzerrte Sichtweisen – Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land.“ Die freie Journalistin lebte in der Vergangenheit sieben Jahre lang in Damaskus und ist mit einem syrischen Mann verheiratet. In ihrem Werk beschäftigt sie sich mit Sorgen und Missverständnissen sowohl auf der Seite der Deutschen als auch auf der Seite der Syrer. Außerdem erklärt sie die Widersprüchlichkeit und Vielfalt der Geschichte Syriens.
  • Donnerstag, 19. Oktober, 19 Uhr: Hasanain Kazim, „Krisenstaat Türkei. Erdogan und das Ende der Demokratie am Bosporus.“ Der mehrfach ausgezeichnete Politikjournalist schreibt für den Spiegel und lebt seit 2009 als Korrespondent in Ausland. Er beschreibt die gefährliche Situation im Bosporus und den wachsenden Extremismus, welcher die Demokratie in der Türkei verdrängt. Aber nicht einzig der Bosporus sei betroffen, sondern auch für Deutschland und Europa würden neue Gefahren entstehen.
  • Donnerstag, 9. November, 17 Uhr: Alois Prinz, „Ein lebendiges Feuer – Die Lebensgeschichte der Milena Jesenská.“ Prinz, der am Jahrestag der Reichspogromnacht in der Synagoge der jüdischen Gemeinde liest, ist wiederholt ausgezeichneter Preisträger und verfasst herausragende Biografien unter anderem über Hannah Arendt und Franz Kafka. Er stellt die von ihm verfasste Biografie der Milena Jesenská vor. Jesenská wurde durch ihre Beziehung mit Franz Kafka bekannt. Sie war unter Hitlers Herrschaft im Untergrund politisch aktiv und verhalf Verfolgten zur Flucht. Merke: Die Gedenkstunde beginnt bereits um 16 Uhr. Der Eintritt ist sowohl zur Lesung als auch zur vorherigen Gedenkstunde frei.
  • Montag, 27. November, 19 Uhr: Dr. Michael Blume, „Islam in der Krise – eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug.“ Der Religionswissenschaftler beschäftigt sich mit Minderheiten in Baden-Württemberg und setzte sich in seiner Vergangenheit für hilfsbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak ein. Wie der Titel seines Werkes schon verrät, beschäftigt sich Blume mit der Krise, welche der Islam derzeit erlebe. Dort gingen Aspekte wie Demokratie verloren und terroristische Gewalt würde gefördert werden.
  • Samstag, 27. Januar, 18 Uhr: Natascha Wodin, „Sie kam aus Mariupol.“ Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz findet ein Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Anlässlich dessen gibt es eine Lesung der Autorin Natascha Wodin. In diesem Buch begibt sie sich auf die Spurensuche ihrer Mutter, die 1943 nach Deutschland verschleppt wurde. Sie setzt sich intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit auseinander und beschreibt den Terror der Nationalsozialisten. Die Lesung findet im Weserbergland-Zentrum statt. Der Eintritt ist frei.

Mit Ausnahme der Lesungen von Prinz und Wodin finden alle Veranstaltungen im Lalu im Hefehof statt. Der Eintrittspreis beträgt 9,50/7,50 Euro (ermäßigt) und im Vorverkauf jeweils einen Euro weniger. Diese Angaben beziehen sich nicht auf die Lesungen von Alois Prinz und Natascha Wodin. Karten können in den Buchhandlungen Matthias, Seifert, von Blum, bei der ticketfabrik im Hefehof sowie der bei der Volkshochschule Hameln-Pyrmont im Vorverkauf erstanden werden.

Volker Weiß. Foto: Annette Hauschild


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