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Unbekannte greifen zur Säge / Nicht der erste Vorfall

Ahorn fast gefällt – Baumfrevel in Afferde

AFFERDE. „Mein Freund, der Baum, ist tot.“ Dieses in einem Lied besungene Schicksal kann im schlimmsten Fall bald auf einen Ahornbaum zutreffen. Noch lebt der Baum. Doch ob die Pflanze überhaupt zu retten ist, wissen selbst Fachleute nicht genau. Unbekannte haben in Afferde den Stamm eines Feldahorns angesägt und schwer beschädigt.

veröffentlicht am 27.02.2018 um 17:22 Uhr
aktualisiert am 27.02.2018 um 19:50 Uhr

Der Kerbschnitt am Ahornstamm ist tief. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Tatort ist der Verbindungsweg zwischen zwei Spielplätzen an der Seelingstädter und der Schneidemühler Straße. Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes entdeckten am Montag den Schaden an dem zirka 25 Jahre alten Baum. Der betroffene Feldahorn ist etwa zwölf Meter hoch und hat einen Stammumfang von gut einem Meter.

Die Unbekannten sägten eine Kerbe in den Stamm. Ein weiterer Schnitt sei sehr tief und umfasse ein Drittel des Stammdurchmessers, heißt es aus dem Rathaus. Mittlerweile haben städtische Mitarbeiter den Baumstamm mit Flachverbindern aus Metall notdürftig gesichert und die Schnittstelle mit dunkler lichtundurchlässiger Plastikfolie abgeklebt. So soll der Baum vor Austrocknung und UV-Licht geschützt werden. Ob diese Mittel ausreichen, den Baum zu retten, vermag keiner zu sagen. „Der Schaden ist so groß, dass der Baum möglicherweise nicht gerettet werden kann“, teilte gestern ein Sprecher mit.

„Wer macht denn so was?“, fragen sich Spaziergänger, die auf dem schmalen Weg am Ortsrand unterwegs sind. „Das bisschen Natur, die noch da ist, einfach so kaputtmachen“, sagt eine Passantin.

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Wer für die Tat verantwortlich ist, weiß man noch nicht. Auch das Motiv ist unbekannt. „Die Stadt wird Anzeige erstatten. Das ist schon heftig und keine Bagatelle“, verlautet aus dem Rathaus. Die Fachleute der Stadt beziffern den Schaden mit rund 3500 Euro.

An fast der gleichen Stelle hatten Unbekannte bereits vor zwei Jahren zwei Bäume zerstört. Einer war auf die gleiche Art angesägt wie der jetzt betroffene Feldahorn. Die Pflanzenart war 2015 Baum des Jahres in Deutschland.

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