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Entlassungen und schlechtere Konjunktur 2013 „besondere Herausforderungen“

Agenturchefin blickt mit Sorge ins neue Jahr

Hameln (fh). Neujahrs-Optimismus hört sich anders an: Ursula Rose, Chefin der Arbeitsagentur Hameln, erwartet von den kommenden Monaten nicht unbedingt Gutes: „Für 2013 wird erwartet, dass sich die Konjunktur allgemein verhaltener zeigt“, sagt sie. „Dazu kommen die angekündigten Entlassungen in Hameln und Schaumburg, die mir Sorge bereiten.“ Rose spricht von „besonderen Herausforderungen für die Region“.

veröffentlicht am 03.01.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:41 Uhr

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Ganz rund lief es im Agenturbezirk Hameln bereits im Dezember nicht. Die Arbeitslosenzahl stieg um 488 auf 14 234. Das Niveau des Vorjahres wurde nur noch leicht unterschritten: Im Dezember 2011 waren noch 214 Menschen mehr ohne Job. Vom Anstieg sind fast ausschließlich Männer betroffen (+494). Dafür gibt es saisonale Gründe: In Außenberufen sind vorrangig Männer beschäftigt, die bei schlechter Witterung entlassen werden. Zudem arbeiten mehrheitlich Männer im gewerblich-technischen Bereich, der konjunkturabhängiger ist. Dagegen blieb die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen gegenüber dem vergangenen Monat nahezu unverändert (-6 ).

Insgesamt sei das Jahr 2012 „kein schlechtes Jahr für den Arbeitsmarkt“ gewesen, so Rose. „Nach dem sehr dynamischen Vorjahr war allerdings eine deutliche Konsolidierung spürbar, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte“, fasst die Vorsitzende der Geschäftsführung zusammen. Konkret heißt das: Ab Juni war die Zahl der neu gemeldeten Stellen in jedem Monat geringer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Ergebnis wurden im vergangenen Jahr 1363 weniger Jobs als im Vorjahr gemeldet, insgesamt waren es 10 285 neu zu besetzende Stellen – im Vergleich zu 2011 ein Minus von 11,7 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl näherte sich im Verlauf des Jahres dem Ergebnis von 2011 immer weiter an. Trotz dieser „nachlassenden Dynamik“ ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, zumindest bis Mitte des Jahres, weiter gewachsen: Ende Juni 2012 – so die aktuellste Zahl – waren im Agenturbezirk 107 203 Menschen versicherungspflichtig beschäftigt, 1970 mehr als ein Jahr zuvor (+1,9 Prozent).

In allen Geschäftsstellen des Agenturbezirks Hameln blieben die durchschnittlichen Jahreswerte noch unter denen des Vorjahres (-3,1 Prozent). In Hameln lagen sie 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert, in Bad Pyrmont sogar 3,5 Prozent. In Holzminden werden die Werte des Jahres 2012 allerdings nur noch knapp unterschritten (-1,2 Prozent). Das hängt vor allem mit Entlassungen zusammen, die ab der zweiten Jahreshälfte 2012 die Arbeitslosigkeit stark ansteigen ließen.

Im gesamten Agenturbezirk Hameln wurden im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Laufe des Jahres 2012 über 2,7 Millionen Euro in die Qualifizierung von arbeitsuchenden Menschen investiert. Damit seien die für die Förderung der beruflichen Weiterbildung geplanten Haushaltsgelder voll ausgeschöpft worden, heißt es vonseiten der Arbeitsagentur.

Nur in Rinteln war ein minimaler Rückgang zu verzeichnen, ansonsten stieg im Agenturbezirk Hameln die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum

November.



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