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Nach Diskussion um teureres Feuerwehrhaus wehrt sich Ortsbürgermeister

„Afferde bekommt keinen Prunkbau“

HAMELN. Noch ist nicht viel zu sehen vom neuen Feuerwehrhaus Afferde. Nur wenige Tage nach dem ersten Spatenstich stellte sich allerdings heraus: Es wird teurer – um ganze 150 000 Euro. Nun wehrt sich Afferdes Ortsbürgermeister Björn Lönnecker gegen den Eindruck, das Feuerwehrhaus werde „ein Prunkbau“.

veröffentlicht am 17.06.2016 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Noch im Oktober vergangenen Jahres wurden die Pläne für das neue Feuerwehrhaus in Afferde als „modellhaft für die anderen Ortschaften“ gefeiert. Spätestens seit letzter Woche hat sich das zumindest in den Reihen der Hamelner Politiker geändert, denn: Das Feuerwehrhaus Afferde nämlich wird teurer – um ganze 150 000 Euro. Nach aktuellem Stand wird es insgesamt knapp eine Million Euro kosten (wir berichteten).

Was die Mitglieder des Finanzausschusses zum Anlass nahmen, die Planungen für künftige Feuerwehr-Neubauten noch einmal auf den Prüfstand zu stellen – bis 2030 sollen immerhin zwölf Hamelner Feuerwehrhäuser modernisiert oder erneuert werden, nach Afferde sind die Gebäude in Tündern, Klein Berkel und Halvestorf an der Reihe –, ist für die Freiwillige Feuerwehr Afferde und auch für den Ortsvorsteher ein Grund zur Empörung: „Afferde bekommt keinen Prunkbau“, beschwert sich Ortsbürgermeister Björn Lönnecker. Dieser Eindruck sei „grundlegend falsch“: Bei dem von Stadtbaurat Hermann Aden im Finanzausschuss als „verzichtbares Extra“ beschriebenen Musikraum etwa handele es sich nicht um einen Raum, der nur vom Musikzug genutzt werde. „Es ist ein Unterrichts- und Aufenthaltsraum geplant, der zukünftig von allen Untergruppierungen in der Ortsfeuerwehr gemeinsam genutzt wird: der Einsatzabteilung, der Jugend- und Kinderfeuerwehr, der Altersabteilung und vom Musikzug Feuerwehrmusikzug“, sagt Lönnecker. „Die Aussage, das Feuerwehrhaus Afferde bekomme einen Musikraum, ist schlicht falsch.“

Auch die Aussage Adens, der Bau einer Fahrzeughalle für die Mannschaftswagen sei „nicht unbedingt notwendig“, da diese nicht zwangsläufig in Afferde stehen müssten, kritisiert Lönnecker: Dass in Afferde werde eine Fahrzeughalle fümit drei Stellplätzen gebaut werde, sei schließlich ausdrücklicher Wille der Stadt. Neben dem notwendigen Löschfahzeug wird dort künftig ein Mannschaftswagen stehen, „für dessen Anschaffung sich die Stadt Hameln ausgesprochen hat“. Bei dem dritten Fahrzeug handelt es sich aum ein Fahrzeug des ABC-Zuges des Landkreises; „viele Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Afferde leisten in dieser Einheit weiteren ehrenamtlichen Dienst“, sagt Lönnecker. Das Fahrzeug werde zusätzlich als Einsatzwagen für die Stadt Hameln eingesetzt und komme etwa bei Großschadenslagen im Zusammenhang zum Einsatz. „Somit wird hier keine zusätzliche Halle für einen Mannschaftswagen für die Afferder Feuerwehr vorgehalten, sondern für die Stadtfeuerwehr. Dieses Fahrzeug steht hier, weil die Stadt das ausdrücklich so wollte“, so Lönnecker.

Stadtbaurat Aden reagiert auf die Kritik aus Afferde: „Wenn ich sage, dass einige Dinge nicht zwingend erforderlich sind, dann meine ich damit nicht, dass wir sie nicht trotzdem als notwendig erachten.“ Stünden beim Bau eines Feuerwehrhauses allein die Kosten im Vordergrund, würde man also nur das technisch notwendige bauen und nur Unterstellplätze für die nach Feuerwehrrichtlinien nötigen Fahrzeuge, so könne man problemlos kleiner und günstiger bauen. „Ich behaupte nicht, dass das das Ziel sein soll“, sagt Aden. Aber: „Pauschale Sparvorgaben zu machen, ohne zu sagen, wo Abstriche gemacht werden sollen, finde ich problematisch.“



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