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„Erdhügel“ aus Beton ist Löschwasserbehälter

Adventskalender Tür 22: (K)Ein Bunker am Finkenborn

Bis Weihnachten wollen wir für Sie, liebe Leserinnen und Leser, Türen öffnen. Die Redaktion besucht Orte, die nicht für jedermann zugänglich sind und verrät das eine oder andere Geheimnis, das hinter dem Türchen steckt. Heute: ein Blick in den „Bunker“ am Finkenborn.

veröffentlicht am 22.12.2017 um 06:00 Uhr

Der Löschwasserbehälter an Finkenborn war nie etwas anderes als ein – Löschwasserbehälter. Um 1956 wurde er für den Finkenborn erbaut. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

HAMELN. Sieht aus wie ein Bunker, ist aber keiner. Das Gemäuer an der Einfahrt zum Parkplatz am Finkenborn lässt viele Betrachter aber genau das vermuten: dass es sich dabei um einen Bunker handelt. Oder zumindest irgendwann mal gehandelt hat. Geschützt im Wald, umgeben von Erdreich, versehen mit einer niedrigen Stahltür. Aber nein. Das Gemäuer hält, was es auf einem Schild an der Betonwand verspricht: „Löschwasserbehälter“ ist darauf zu lesen. Inhalt 50 Kubikmeter, also 50 000 Liter.

Und wie sieht es hinter der grauen Metalltür aus? Jens Brockmann von den Stadtwerken hat den passenden Schlüssel. An diesem Morgen, es ist noch dunkel, schließt er die kleine Tür für die Dewezet auf. Ein kleiner Verschlag tut sich auf, ein paar Rohre sind zu sein, eine schmale Leiter führt etwa einen Meter tief hinab. Noch ein Schild mit dem Hinweis, vor der Wasserentnahme den Schieber mit dem roten Handrad zu öffnen. Das war‘s, mehr ist nicht zu sehen.

Draußen führt aber noch eine kleine Betontreppe auf das Dach des vermeintlichen Bunkers. Was so ähnlich aussieht wie ein Schornstein, ist ein Schacht, der mit einem Deckel verschlossen ist. Auch dafür hat Brockmann den Schlüssel.

In einem Verschlag befindet sich das Anschlussrohr für die Feuerwehr im Falle eines Brands am Finkenborn. Foto: pk
  • In einem Verschlag befindet sich das Anschlussrohr für die Feuerwehr im Falle eines Brands am Finkenborn. Foto: pk
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Der Blick ins Innere des Schachts fällt ein paar Meter in die Tiefe: bis auf den Grund des Löschwasserbehälters. Dazwischen befinden sich 50 Kubikmeter Wasser, 50 000 Liter, die im Falle eines Feuers zum Einsatz kommen können.

Konkret im Falle eines Feuers am Gasthaus Finkenborn. Denn dafür wurde der Löschbehälter einst angelegt. Um 1956 war das, wie die Stadtwerke auf Anfrage mitteilen. „Über einen sogenannten ,Schwimmer‘ – eine automatisierte Steuerung von Füllständen in Flüssigkeitsbehältern– wird bei Unterschreitung eines bestimmten Wasserniveaus ein Ventil geöffnet, um Wasser in den Behälter nachzufüllen“, erklärt Pressesprecherin Nicole Schilawa gegenüber der Dewezet. „Der Feuerlöschbehälter ist an die Wasserleitung, die vom Klütturm bis zum Finkenborn führt, angeschlossen.“

Im Dezember 2013 kam der Löschwasserbehälter zum Einsatz. Damals war ein Feuer in einem Büro des Gasthauses Finkenborn ausgebrochen. Einbrecher hatten den Raum in Brand gesteckt. Die Schadenshöhe soll rund 200 000 Euro betragen haben.

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