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Achtung, Trickdiebe! Mehrere Senioren bereits beklaut

veröffentlicht am 27.09.2013 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

blaulicht

Hameln (ube). Sie kennen keine Skrupel, sind dreist und haben es auf Geld und Schmuck abgesehen. Ihre Opfer sind meist betagt, arg- und wehrlos. Trickdiebe haben in Hameln erneut Senioren um deren Wertsachen gebracht. Am Mittwochabend klingelte eine Mann an der Waterloostraße bei einem Ehepaar (87, 91). Er gab sich als Handwerker aus, behauptete, er müsse wegen eines Wasserschadens im Nachbarhaus „mal kurz in die Wohnung kommen“. Dem Täter gelang es, die Senioren in ein Gespräch zu verwickeln und sie in die Küche zu lenken. Währenddessen schlich sich sein Komplize durch die offen gelassene Haustür in die Wohnung. Der Mittäter durchsuchte Schränke und Schubladen. Dabei fielen ihm Schmuck und Geld in die Hände. Die Polizei fahndet nach dem Duo. „Trickdiebstahl in Wohnungen ist nach Taschendiebstahl auf der Straße die vermutlich häufigste Straftat, von der ältere Menschen betroffen sein können“, sagt Hauptkommissar Jörn Schedlitzki. Stets täuschten die Täter ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und dort zu stehlen. Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:
- das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert.
- das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt.
- das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt.
Trickdiebe sind Meister im Erzählen von Lügengeschichten – mal wollen sie nach einem Rohrbruch ins Haus oder auf dem Balkon einen entflogenen Vogel oder ein entlaufenes Kätzchen einfangen, mal bitten sie darum, wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen.
Aber auch die Frage: „Darf ich mal Ihre Toilette benutzen?“ werde immer wieder gern gestellt. Vor allem Frauen bitten um Einlass, um ihr Baby wickeln oder füttern zu können. „Diese Leute sind sehr kreativ, wenn es um das Vortäuschen von Notlagen geht“, sagt Schedlitzki.

Die Polizei rät:

- Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
- Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
- Ziehen Sie telefonisch einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
- Überlegen Sie, wenn Fremde vor Ihrer Tür stehen und um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser bitten: Warum wenden sich die Bittsteller im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder an ein Geschäft, sondern an eine (meist abgelegene) Privatwohnung?
- Machen Sie Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei unbedingt die Tür geschlossen.
- Rufen Sie beim geringsten Zweifel die Polizei über Notruf 110 an.

Achtung, Trickdiebe! Mehrere Senioren bereits beklaut



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