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Feierstunde für den ehemaligen Direktor im Rohbau an der Weser

Abschied vom Krankenhaus nach 18 Jahren: Klaus-Helmut Jelinek

Hameln (wul). Als „eiskalt“ wird den etwa 180 Gästen die Feierstunde in Erinnerung bleiben – nicht etwa, weil die Dankesreden für Klaus-Helmut Jelinek kühl ausfielen, sondern wegen der Temperaturen im Rohbau des Krankenhauses an der Weser. Dort, in der künftigen Empfangshalle, wurde der langjährige Direktor gestern offiziell verabschiedet.

veröffentlicht am 15.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 21:41 Uhr

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Als fleißigen Strategen, der immer den Willen hatte, das Krankenhaus trotz aller Widerstände nach vorne zu bringen, stellten Carsten Vetter (Aufsichtsratsvorsitzender der Gesundheitseinrichtungen Hameln-Pyrmont) und Landrat Rüdiger Butte Jelinek dar. Einer, der in seinen 18 Jahren am Kreiskrankenhaus Druck von allen Seiten gehabt habe, so Landrat Rüdiger Butte; einer, der das Haus zeitweilig aus den roten Zahlen geholt und der als Pionier Qualitätsmanagement an einem Krankenhaus eingeführt und immer verfolgt habe. „Die Zertifizierung des Brustzentrums, des Labors und der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie sind die besten Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit“, so Butte. Auch Kooperationen zu suchen und einzugehen, zählte er zu Jelineks Steckenpferden. Butte lobte Jelineks Weitsicht, die mit der Entscheidung des Kreisrates zur Zentralisierung der Krankenhäuser belohnt worden sei.

Wie schwierig der Spagat zwischen Ökonomie und medizinischer Fürsorge ist, machte Professor Helmuth Schmidt deutlich. Zeit für den Patienten sei das, was die Ärzte benötigten, betonte er. Die sei „durch die Ökonomie verloren gegangen“, würde den Ärzten jetzt aber wieder stärker eingeräumt.

Klaus-Helmut Jelinek selbst blickte zurück, sachbezogen, dankte den zahlreichen Weggefährten, die ihn bei der Verfolgung der Ziele begleitet haben: das Defizit zu beseitigen und die Zentralisierung. Seine Erfahrung als gelernter Mess- und Regelmechaniker habe ihm dabei geholfen, „Sollwerte zu erreichen und „Störgrößen – darunter die Gesetzgeber, Nachbarn im Markt oder Schwankungen in der Belegung – auszugleichen“.

Carsten Vetter dankte Jelinek und seiner Frau Helena ebenfalls für das jahrelange Engagement und überreichte beiden eine elektronische Freizeit- und Wanderkarte, damit sie auch künftig ihre Ziele verfolgen und Wege finden können.

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