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Rund 1300 Schüler unterwegs / Alkohol in Mengen / Polizei trotzdem zufrieden

Abi, Abi, Abi – Umzug zum Abschluss

Hameln (roh/wul/tis/WR). Der Stress der vergangenen Wochen ist vorbei und fiel gestern sicht- und hörbar von den rund 500 Abiturienten der drei Hamelner Gymnasien ab: Mit lautem Gejohle und stakkatoartigen Chorgesängen zogen sie beim traditionellen Abi-Umzug durch die Straßen, die kurzfristig von der Polizei abgeriegelt wurden, begleitet von Hunderten weiterer Schüler. Das Ende der Schulzeit will gefeiert werden und das mit Farbtöpfchen, Rasierschaumdosen und für viele mit reichlich Alkohol, von Bier bis Wodka, schon am frühen Morgen.

veröffentlicht am 10.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 18:41 Uhr

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Los ging’s am Albert-Einstein-Gymnasium, erster Sitz-Stopp ist am Rondell: „Hinsetzen! Hinsetzen!“ wird gebrüllt, der Aufforderung Folge geleistet, gemeinsam gewartet, bis die nächsten Schüler aus anderer Richtung dazustoßen. Ob vom AEG, Schiller-Gymnasium oder Viktoria-Luise-Gymnasium, der Schlachtruf und die überstandenen Strapazen einen: „Abi, Abi, Abi,“ ruft der eine Part, „Tur, tur, tur“, schallt die Ergänzung zurück.

Spaß, Musik und Platzwunden

Froh, dass „es jetzt vorbei ist“, sind sie alle, teils mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wie die 19-jährige Vanessa Brandt vom Vikilu: „Ich gehe jetzt für ein Jahr in die USA – meine Freunde werden mir sehr fehlen“, gibt sie zu, und ihre Zwillingsschwester Lea, die ihr Abi am AEG gemacht hat, nimmt sie in den Arm: „Aber jetzt wird erstmal gefeiert.“ Für sie sei dieser Tag der schönste in diesem Jahr. Gefeiert wird, und teils getrunken, „bis der Arzt kommt“, wie viele Mitlaufende lauthals bekennen. Nicht nur die Über-18-Jährigen, auch 15-Jährige wollen „es mal so richtig krachen lassen“. Die Autofahrer nehmen es größtenteils mit Gelassenheit. Ein Ärgernis allerdings: Die Scherben der auf den Boden geworfenen Glasflaschen, was einen Autofahrer zu der Frage veranlasst: „Muss das denn sein?“

Ziel des langen Trosses: Die Weserwiesen. Dort angekommen, stürmen die Jugendlichen zu den Getränkeständen, tanzen zu den wummernden Bässen der Musik und haben sichtlich ihren Spaß. Einen Betrunkenen musste die Polizei davon abhalten, auf die Straße in den Verkehr zu laufen. Darüber hinaus gab es jedoch ein Lob von Polizeikommissar Dirk Barnert als Einsatzleiter: „Umzug und die Feier mit rund 1300 Teilnehmern liefen aus polizeilicher Sicht vollkommen problemlos. Wir brauchten nicht einzuschreiten.“ Ein größeres Problem war der Alkohol. So musste der Rettungsdienst mehrfach zur Uferstraße ausrücken, um den dort eingesetzten DRK-Sanitätsdienst zu unterstützen. Es galt, bis 16 Uhr ein knappes Dutzend Jugendliche mit übermäßigem Alkoholgenuss ins Krankenhaus zu transportieren, aber auch Festteilnehmer mit Platzwunden oder Nasenbeinbrüche. Kleinere Blessuren wurden direkt vor Ort behandelt.



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