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Feuerwerk in der Nähe von Fachwerkhäusern verboten

Über der Altstadt muss es dunkel bleiben

Hameln. Da rummst und knallt es ordentlich. Raketen erleuchten mit bunten Farben traditionsgemäß den Himmel, Heuler pfeifen durch die Luft und Böller donnern so laut, dass es nur so scheppert. Silvester wird geknallt, was das Zeug hält – oder was der Geldbeutel zulässt. Jeweils rund 124 Millionen Euro haben sich die Deutschen den Spaß am Böllern in den letzten beiden Jahren kosten lassen. Ein Umsatz, den der Verband der pyrotechnischen Industrie in diesem Jahr nach einer Aussage erneut erreichen will.

veröffentlicht am 29.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:42 Uhr

Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Über der Hamelner Altstadt muss es allerdings dunkel bleiben. Ein Gesetz verbietet aus Brandschutzgründen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Fachwerkhäusern. Von dem Verbot betroffen ist der Bereich, der von Thiewall, Kastanienwall, Ostertorwall, Münsterwall und der Weser umschlossen wird. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Stadt Hameln setzt diese Vorschrift bereits seit mehreren Jahren um. „Im letzten Jahr haben sich alle an das Verbot gehalten, in der Altstadt war es ruhig“, lautet die Bilanz aus dem Rathaus.

Die Stadt weist darauf hin, dass auch in den Ortsteilen auf Feuerwerk verzichtet werden muss, wenn Fachwerkhäuser in der Nähe sind. „Hier gilt ebenfalls ein hohes Gefährdungspotenzial“, so die Verwaltung. Auch auf landwirtschaftliche Betriebe sollte Rücksicht genommen werden.

Für die Menschen ist das Spektakel eine große Gaudi – für viele Tiere jedoch eine Qual. Was für festbegeisterte Menschen der Höhepunkt zum Jahreswechsel ist, wird für die Haustiere oft unerträglich. Hunde und Katzen haben ein wesentlich feineres Gehör als Menschen. Technische Geräusche wie Heuler, Pfeifer und Böller verbreiten Angst und Panik. Hinzu kommen Brandgeruch und Lichtblitze.

Silvester solltenHunde und Katzen im häuslichen Umfeld gehalten werden. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, sich zurückzuziehen zu können. Bei der Haltung von Kleintieren wie Vögeln, Hamstern oder Meerschweinchen sollten Fenster geschlossen sein und die Käfige vorübergehend so stehen, dass die Lärmbelästigung möglichst reduziert wird. Durch Geräuschkulissen wie Fernsehen oder ruhige klassische Musik kann die Atmosphäre entspannt werden. Ein Familienmitglied sollte anwesend sein, um das Tier gegebenenfalls zu beruhigen. Spaziergänge sollten auf das Nötigste beschränkt werden. Grundsätzlich besteht Leinenzwang.

Das sieht auch Claudia Gebhardt, Leiterin des Hamelner Tierheims, so. Gerade in den ersten Januartagen würden viele Tiere im Heim abgegeben, die sich beim Gassigehen erschrecken und ausreißen, so Gebhardt. Die Knallerei sei im abgelegenen Tierheim an der Klütstraße nicht so laut zu hören, meint die Tierheimleiterin. Die dortigen Tiere würden das Spektakel dort nicht so sehr spüren. Zudem sei eigens eine Mitarbeiterin zu Silvester vor Ort.



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