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Auf ehemaligem Britengelände sollen Wohnungen und Flächen für Gewerbe entstehen

Über 7,8 Millionen Euro für den Baileypark

HAMELN. Aus Grau mach Grün – die Pläne für die Zukunft des Baileyparks in der Nordstadt werden konkreter. Dass dort Sozialwohnungen und Doppelhaushälften entstehen sollen, hatte die Stadt bereits im Januar angekündigt. Jetzt werden voraussichtliche Kosten für die Umwandlung des sieben Hektar großen ehemaligen Militärgeländes vorgelegt: 7,85 Millionen Euro sollen zunächst investiert werden, um den Bereich „in das Stadtgefüge zu integrieren“, wie es heißt.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:46 Uhr

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Wohnen, Spielen, Lernen, Arbeiten – diese Bereiche könnten künftig südlich des Reimerdeskamps abgedeckt werden. Über 36 Wohnungen und 24 Doppelhaushälften für Familien denkt die Stadt derzeit nach. Außerdem soll dort Gewerbe ansiedeln können. Von dem ursprünglichen Plan, gezielt für Flüchtlinge zu bauen, hat die Stadt laut Stadtbaurat Hermann Aden aufgrund der derzeit rückläufigen Flüchtlingszahlen wieder Abstand genommen. „Das ist nicht mehr das Hauptanliegen“, sagt Aden. „Sozialer Wohnungsbau ist aber noch aktuell“, ergänzt er. Nach wie vor würden Wohnungen bis 50 oder 60 Quadratmeter gebraucht, und die sollen auf dem Gelände des Baileypark entstehen.

Größte Herausforderung ist laut Aden zunächst, die Flächen „günstig von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zu erwerben“. 1,57 Millionen hat die Stadt bislang dafür angesetzt, die Verhandlungen liefen.

Die nächste größte Herausforderung sei dann die Anbindung dieser städtebaulichen „Insel“ an die umliegenden Gebiete. Dafür müssen Wege geschaffen werden, möglichst grün, so die Überlegungen – als zentrale Idee bezeichnen die Stadtplaner das Schaffen von Grünverbindungen in Form von Baumreihen oder Alleen oder „grünen Trittsteinen“. Die in hohem Maße versiegelten Flächen sollen weichen, damit „Durchgrünung“ zum besseren Klima beitragen kann.

Damit die Stadt die Kosten von fast acht Millionen Euro nicht alleine tragen muss, hat sie einen Antrag gestellt, um in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen zu werden. Kommt es wie geplant, würden aus diesem Topf 3,64 Millionen Euro fließen. Weitere 2,4 Millionen will die Stadt aus Grundstücksverkäufen einnehmen. Die übrigen 1,82 Millionen Euro trägt nach Plan die Stadt, verteilt auf sieben Jahre. Das Anlegen der Grünflächen und Wege stellt den größten Kostenblock dar mit rund 1,9 Millionen Euro, gefolgt von 1,1 Millionen Euro für Straßenbau und Bäume. Den dritten großen Block bildet der Bau eines Regenrückhaltebeckens für eine Million Euro.

Den ersten Bagger, der den Ideen Taten folgen lässt, erwartet Hermann Aden nicht vor dem Jahr 2018. Erst im Frühjahr/Sommer des kommenden Jahres kann die Stadt mit einem Bescheid rechnen, ob sie in das Förderprogramm aufgenommen wird. Danach könne weitergeplant werden.

Den jetzigen Plänen sind Veranstaltungen mit Hamelnern im Rahmen des Stadtentwicklungsforums und Bürgerdialoge vorausgegangen. Als einzelne Ziele für den Baileypark hat die Stadt neben anderen diese definiert:

Sparsame und barrierefreie Quartierserschließung.

Vernetzung des Freiflächenangebotes, Schaffung von durchgängigen Verbindungen aus der Nordstadt von der Weser bis in die umgebende Landschaft.

Steigerung der Durchlässigkeit mittels Fuß- und Radwegen und durch Grünverbindungen.

Zukunftsfähiges Energieversorgungskonzept unter Einsatz regenerativer Energien.



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