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Klimaschutzagentur soll es prüfen

Öko- und Schönheitskur für den Hamelner Hefehof

HAMELN. Wie könnte sich der Hefehof in Zukunft präsentieren? Grüner, offener, mit Erholungsbereichen, klimaneutral, zum Beispiel. Antworten darauf, wie das funktionieren könnte, soll eine Untersuchung liefern, mit der die Klimaschutzagentur Weserbergland beauftragt werden könnte.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 16:30 Uhr

Grüner, offener, mit Erholungsbereichen, klimaneutral? Der Hefehof soll attraktiver werden. Foto: fn
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Bis zu 65 000 Euro wird diese Machbarkeitsstudie kosten, hat die Klimaschutzagentur veranschlagt. Der Großteil davon könnte mit Fördermitteln finanziert werden, während die Eigentümergesellschaft des Hefehofes, die NWDH Holding AG, den Eigenanteil komplett übernimmt. Nach jetziger Rechnung wären das 12 750 Euro. Fällt die Fördersumme niedriger aus, erhöht sich der Eigenanteil, sodass die vollständige Refinanzierung sichergestellt wäre.

Die Ziele für den Hefehof sind in drei Themenblöcke untergliedert: Mobilität, Energie und Attraktivitätssteigerung. Darin enthalten sind unter anderen die Ideen, eine Ladeinfrastruktur für E-Autos zu schaffen in Kombination mit Solarstrom sowie den Hefehof inklusive der dort beheimateten Partner klimaneutral mit Energie zu versorgen. Am Ende könnten außerdem neue Erholungsmöglichkeiten im Quartier entstehen, in dem auch die Freiflächen nach ökologischen Gesichtspunkten umgestaltet werden. Dabei umfasst das Quartier, für das das Konzept erarbeitet werden soll über die ehemalige Hefefabrik hinaus auch die Wohnhäusern an der benachbarten Pfälzer Straße.

Um dieses „Integrierte Quartierskonzept“ zu erstellen, das von den Förderinstituten NBank und der KfW zu 85 Prozent finanziert werden könnte, muss zunächst die Stadt Hameln tätig werden, weil nur sie als Kommune die Förderanträge stellen kann. Um diese Unterstützung zu erhalten, hatte sich Hefehof-Chef Dr. Jobst Walter Dietz an die Stadtverwaltung gewandt, was sowohl seitens des Stadtbaurats Hermann Aden als auch seitens der Politik begrüßt wird.

Den Hefehof zu begrünen, findet Gerhard Paschwitz (CDU) „wünschenswert“, wie er im Umweltausschuss sagte. Auch Bettina Schultze (SPD) betonte, dass der Hefehof ein wichtiges Quartier in Hameln und „in unser alle Interesse“ liege. Dort zu investieren, sei eine gute Idee. Aden sprach von einer „erfreulichen Kontaktaufnahme“ der Hefehof-Holding. Das Quartier Hefehof stelle einen überregional bedeutenden Standort in der Stadt Hameln dar, betonte die Verwaltung. Sie verweist auf das breite Angebot an Dienstleistern, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie- und Kulturbetrieben. Auch Bildungseinrichtungen und Fachärzte finden sich an diesem Standort. 77 Einträge umfasst die Online-Liste der Mieter am Hefehof.

Zunächst wird die Stadt für das „Integrierte Quartierskonzept Hefehof“, wenn der Rat zustimmt, 65 000 Euro außerplanmäßig in den Haushalt 2018 einstellen, sowohl auf der Ausgaben- wie auch auf der Einnahmenseite. Dann haben die Beteiligten die Möglichkeit, Förderungen zu beantragen.

Geld von der Stadt wird jedoch keines fließen. Die Mitglieder des Umweltausschusses haben dieser Vorlage der Verwaltung einstimmig grünes Licht gegeben.

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