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Leser am Lesertelefon mit Lob, Kritik und Fragen

Ärger über Laub, Freude über Lüders Teich

HAMELN-PYRMONT. Leser Ortwin Maerz aus Rohden kritisiert das Verfahren des Glasfaserausbaus. Unternehmen in Fischbeck und Weibeck, die dringend auf schnelles Internet angewiesen seien, hätten ein Problem.

veröffentlicht am 13.11.2018 um 19:03 Uhr

Lüders Teich ist wieder als Teich erkennbar. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Ein Unternehmen mit zehn Arbeitsplätzen komme pro Arbeitsplatz nur auf 10 Mbit/s, aber insgesamt damit auf 100 Mbit/s und hätte demnach keinen Anspruch auf einen Glasfaseranschluss, der nur bei weniger als 30 Mbit/s geltend gemacht werden könne. Zudem beklagt er, dass gerade auf den Dörfern die Wege von den Straßen bis zum Haus oft weiter als 20 Meter entfernt lägen, wodurch die Eigenkosten zu hoch werden würden.

„Die Problematik in Weibeck ist bekannt“, teilt Nikola Stasko, Persönliche Referentin des Landrates, auf Anfrage mit. „Der Bereich gilt als mit mindestens 30 Mbit/s versorgt nach den Aussagen des Telekommunikationsunternehmens, das dort den Ausbau vorgenommen hat.“ Dies sei das Ergebnis des vor der Ausschreibung durchgeführten Markterkundungsverfahrens – „damit“, so Stasko, „darf in diesem Bereich kein durch die öffentliche Hand geförderter Ausbau stattfinden“. Fischbeck werde ausgebaut – „das gilt auch für die dort ansässigen Unternehmen“. Im Kreishaus nicht nachzuvollziehen sei indes die Umrechnung von Bandbreite auf Mitarbeiter. Vielmehr sei es so, dass dort nach dem Ausbau ein Gigabit-Anschluss vorhanden ist.

Einzelfragen würden von HTP, dem Internetanbieter, bei den Infoveranstaltungen im Ort beantwortet, so auch in Rohden, wenn dort der Ausbau ansteht. Grundsätzlich sei es aber so, dass bei sehr großen Grundstücken, wenn die Häuser von der Straße relativ weit, also mehr als 20 Meter, entfernt sind, ein Eigenanteil zu zahlen sei.

Jens Dieckmann aus Holtensen hält es für falsch, dass das Laub vor den Haustüren wie Schnee zu erachten sei, wonach die Anwohner selbst für die Beseitigung des Laubes zuständig seien. Beim Betriebshof habe man ihm gesagt, dass es am nötigen Personal fehle, um das Laub überall zu entfernen. „Es wäre einfach nicht praktikabel, vor jedem Grundstück der Stadt das Laub zu entfernen“, teilt Stadtsprecher Thomas Wahmes auf Anfrage mit. Personell und logistisch wäre das nicht machbar. Zumal sich das dafür nötige Personal und die Fahrzeuge in einer deutlichen Kostensteigerung bemerkbar machen würden, die am Ende der Bürger zu spüren bekommen würde.

Edda Jackstien aus Rohrsen hält es hingegen für eine Selbstverständlichkeit, Bürgersteige, Straße und Gosse vor der eigenen Haustür selbst sauberzuhalten. Die Entsorgung des Laubes hält sie allerdings für problematisch. Bei der Kreisabfallwirtschaft (KAW) habe man ihr gesagt, sie solle das Laub in die Biotonne packen. Die sei nach einmaligem Fegen jedoch schon voll. Daraufhin habe man ihr entgegnet, sie könne einen Behälter anfordern, der sie jedoch was kosten würde. An dieser Stelle höre ihr Verständnis jedoch auf, zumal weder Baum noch Grundstück, auf denen das Laub anfalle, ihr gehörten. Dass sie also für die Entsorgung des aus eigenen Stücken zusammengefegten Laubes auch noch zahlen müsse, sehe sie nicht ein. Und „kleine Rentner“ könnten sich so einen Behälter eh nicht leisten oder hätten es nicht so leicht, nach Hilligsfeld zu kommen.

Stadtsprecher Wahmes schlägt vor, das überschüssige Laub auf dem Grundstück zu lagern und von der nächsten Abfuhr abholen zu lassen. Ulrich Kaufmann von der KAW verweist zudem auf die Grünschnittabfuhr, die acht Mal im Jahr fahre. Sonst könne er nur abermals auf die Saison-Biotonne verweisen, die für knapp 6 Euro im Monat halbjährlich aufgestellt werde. Eine weitere Option könnte aber auch sein, das Laub auf dem eigenen Grundstück biologisch zu verwerten.

Leser Friedrich Müller aus Emmerthal wundert sich in Anbetracht eines Tempo-70-Schildes an der B 83 am Ohrberg. Dies stehe da in Kombination mit einer Warnung vor Schleudergefahr und Splitt. Da aber weit und breit kein Splitt auf der Fahrbahn zu sehen sei, fragt er sich, ob das Schild dort wohl im Rahmen der letzten Bauarbeiten dort schlichtweg vergessen worden sei.

Dies verneint Uta Weiner-Kohl auf Anfrage bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Das Schild stehe aufgrund einer nicht ausreichenden Griffigkeit der Asphaltdecke auf einem Abschnitt von zirka 100 Metern. „Im Rahmen von Gewährleistungsarbeiten muss durch die Firma die ausreichende Griffigkeit noch hergestellt werden“, führt Weiner-Kohl aus. Wann dies erfolgen wird, könne sie noch nicht sagen. Nur so viel: „Wir sind mit der Firma in Verhandlung.“

Leserin Rosemarie Pieper aus Hameln findet, man solle nicht immer nur meckern, sondern müsse auch mal die guten Dinge würdigen. So sei ihr bei einem Spaziergang aufgefallen, dass Lüders Teich endlich wieder auf Vordermann gebracht werde. „Das hat mich sehr gefreut“, sagt sie.

Die Stadtverwaltung bestätigt diese Maßnahme. „Das Schilf wurde komplett geschnitten, und auch in den Randbereichen wurden die Gehölze/Hochstauden ausgelichtet“, so Wahmes. „Die Schnittarbeiten an den Ufern sind noch nicht vollständig ausgeführt.“ Die Arbeiten würden in Herbst und Winter fortgesetzt



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