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Klagen über nächtliche Ruhestörung am Spielplatz / Ordnungsamt schlägt mehr Licht und Zaun vor

Ärger bei Anwohnern im Scharnhorstviertel

Hameln (tis). Der Unmut bei vielen Bewohnern des Scharnhorstviertels ist immer noch groß. Der Spielplatz im Viertel zwischen der Elsa-Buchwitz-Straße und dem 164er-Ring sorgt für viel Ärger bei den Anwohnern. Lärmende nächtliche Gruppen und Alkoholgelage sorgen für Ruhestörungen. Sogar als Drogenumschlagplatz soll das Gelände dienen. Zusammen mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Hameln wurde jetzt in einem Ortstermin nach Lösungen gesucht, die aber nicht einfach zu finden sind.

veröffentlicht am 15.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:41 Uhr

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Vor fast genau einem Jahr hatte die Dewezet bereits über die Problematik im Zusammenhang mit dem Gelände gegenüber dem ehemaligen Offizierskasino berichtet. Doch seither habe es bei der Situation keine Entspannung gegeben, waren sich eine ganze Reihe von Anwohnern bei dem Ortstermin sicher. Namentlich in der Zeitung genannt werden, wollten sie dennoch nicht. Sie berichteten von lautstarken nächtlichen Saufgelagen jugendlicher Cliquen auf dem kleinen Parkgelände. Auch würden nachts immer wieder Erwachsene auf den Spielgeräten des Spielplatzes herumtoben und jede Menge Krach verursachen. Eine Hamelnerin, die abends immer ihren Hund ausführt, berichtet, dass sie den Bereich inzwischen meidet: „Man wird dort auf das Übelste angepöbelt. Es ist schlimm, was man sich dort alles anhören muss.“ Auch liefen dort Kampfhunde frei herum, die ihrer Ansicht nach leicht ihren Hund anfallen könnten.

Die Anwohner wollen auch immer wieder beobachtet haben, dass dort Drogengeschäfte abgewickelt werden. „Und warum? Weil das in der Dunkelheit auf dem Platz gut möglich ist. Er zieht solche Leute geradezu an. Die Hecken dienen dann offensichtlich als Verstecke“, sagt eine Anwohnerin. Eine andere betont, sie hätte doch wohl ein Anrecht darauf, nachts in Ruhe schlafen zu können. Das sei aber in der wärmeren Jahreszeit in kaum einer Nacht möglich. „Ich möchte jetzt endlich eine Lösung haben, schließlich geht das hier schon seit Jahren so.“

Christine Barner, Leiterin der Ordnungsabteilung der Stadt Hameln, zeigt zwar Verständnis für das Anliegen der Anwohner, betonte aber: „Wir beobachten diesen Platz natürlich, haben hier auch Streetworker der Drogenberatung im Einsatz. Aber sie berichten von keinen Auffälligkeiten. Auch die Spielplatzaufsicht meldet keine übermäßige Verschmutzung“. Polizeioberkommissar Benjamin Schönewald vom Polizeikommissariat Hameln erklärt, dass es selbstverständlich Polizeikontrollen vor Ort gäbe. Einen Drogenumschlagplatz sieht der Beamte aber nicht, auch seien dort so gut wie nie Drogen gefunden worden. Keine Wunder, meinten die Anwohner, weil die „zwielichtigen Typen“ sofort weglaufen würden, wenn sich ein Streifenwagen auch nur nähert. Zudem – so ihre Schilderung – würden die Gruppen, die dort Lärm machten, Trinkgelage veranstalten oder „wilde Sau“ spielen, von den Beamten nur freundlich zur Ruhe ermahnt und darauf hingewiesen, man käme in einer Stunde wieder. „Das reicht nicht, da muss durchgegriffen werden“, so die einhellige Meinung der Anwohner.

Christine Barner hat Lösungsvorschläge parat, mit denen sich die Anwohner anfreunden konnten. So soll möglichst umgehend eine Sitzgruppe entfernt werden. Auch soll über mehr Beleuchtung auf dem Gelände oder eine Einzäunung nachgedacht werden. Das würde jedoch einige Kosten mit sich bringen und müsse darum erst abgeklärt werden. Ein Spielgerät, das von den angeblichen „Randalierern“ gern genutzte sogenannte Gurttrampolin, abzubauen, sei laut Stadt problematisch, weil es die Attraktivität des Spielplatzes für die eigentlichen Nutzer, die Kinder, verringern würde. Die Polizei wurde gebeten, bei den Kontrollen die Taktik zu ändern und sich dem Platz verdeckter zu nähern. Auch sollen Platzverbote auf dem Spielplatz konsequent umgesetzt werden. Polizei und Ordnungsbehörde appellierten an die Anwohner: „Nehmen Sie trotzdem weiterhin ihre sozialen Kontrollmöglichkeiten wahr und informieren sie die Polizei, wenn es Vorfälle in dem Bereich gibt.“ Das wollen die Anwohner auch tun. Sie hoffen, dass sich zum Frühjahr etwas ändert.



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