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Technik von Heimrauchmeldern macht Leuten zu schaffen

92 mal wegen Fehlalarm ausgerückt

HAMELN. 13018 Dienststunden leistete die Hamelner Feuerwehr im vergangenen Jahr ab. Die Freiwilligen rückten 2018 zu 337 Einsätzen aus. Darunter waren 92 Einsatzfahrten aufgrund von Fehlalarmen, zum Beispiel wenn böswillig alarmiert wurde oder Brandmeldeanlagen und Heimrauchmeldern ohne erkennbaren Gründe auslösten.

veröffentlicht am 10.03.2019 um 18:04 Uhr

13018 Dienststunden leistete die Hamelner Feuerwehr 2018 ab. Die Freiwilligen rückten zu 337 Einsätzen aus. Foto: FN/Archiv
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Über Heimrauchmelder wollte die Feuerwehr die Hamelner an einem Informationsstand während des Herbstmarktes aufklären. Daraus wurde nichts. Wie Christoph Nolte sagte, habe die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) auf 100 Euro Standgeldgebühr bestanden. Ihren Stand bauten die Ehrenamtlichen dennoch auf – hinter der Grenze der Veranstaltung auf der Bäckerstaße.

Neben der Bilanz schauten verdiente Feuerwehrmänner aus der Altersbabteilung bei der Feuerwehr-Mitgliederversammlung auf ihre aktive Zeit zurück. Als sie noch aktiv im Dienst waren, sagt Linus Tschierschke, wurde noch nicht über Feuerwehrbedarfspläne diskutiert. Weder fehlende Fluchttreppen in Feuerwehrhäusern noch Dekontamination der Einsatzkleidung waren kein Thema „Das kannten wir nicht“. 65 Jahre ist es her, als er zum ersten Mal in die Feuerwehrkleidung stieg. In eine Schutzbekleidung, wie sie heute von den Kräften getragen wird? Nein, das sei nur eine Uniform gewesen, erinnert sich Tschierschke. „Gelb-grau war die“, meint der Hamelner. Wenn die Sirenen heulten, seien er und seine Kameraden mit Bullis ausgerückt, erzählt der Feuerwehrmann. Die Tragkraftspritze war in einem Anhänger verstaut. Auch eine Drehleiter, die per Hand hochgekurbelt werden musste, wurde hinter ein Fahrzeug gehängt.

Auch Heinz Gurskis Blick zurück ist geprägt vom Kontrast zwischen gestern und heute: Er trat vor 50 Jahren der Feuerwehr bei, arbeitete jahrzehntelang bei der Hauptberuflichen Wachbereitschaft. Gurski erzählt, dass früher gebrauchte Transporter umlackiert und zu Krankenwagen umfunktioniert wurden.

Die Atemschutzausrüstung sei damals auch nicht optimal gewesen, sagen die Feuerwehrleute aus der Altersabteilung der Wehr. Die Männer sprechen von „alten Wehrmachtsatmern“, die zur Ausrüstung gehörten. Auch wenn sie schon seit Jahren nicht mehr aktiv sind, kommen bei den Feuerwehrkräften Erinnerungen an tragische Ereignisse, wie schwere Unfälle, immer wieder hoch. „Das versucht man zu verdrängen, klappt aber nicht“, sagen sie.

Die langjährigen Mitglieder werden wie Werner Dungs (60 Jahre in der Feuerwehr) von Ortsbrandmeister Christoph Nolte während der Feuerwehr-Mitgliederversammlung geehrt.



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