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Senior mit Waffe bedroht und niedergeschlagen / Polizei fahndet nach flüchtigem Täter und bittet Leser um Mithilfe

80-jähriger Hamelner in eigener Wohnung überfallen

Hameln (tis). Ein 80-jähriger Hamelner wurde gestern Mittag Opfer eines brutalen Überfalls in seiner eigenen Wohnung. Der Senior ließ einen angeblichen Monteur in sein Zuhause an der Süntelstraße, der plötzlich eine Waffe zückte und Geld verlangte. Der Täter schlug zudem auf den 80-Jährigen ein, verletzt ihn und durchsuchte das Schlafzimmer des Opfers. Der Räuber flüchtete dann ohne Beute unerkannt. Die Polizei fahndete mit Hochdruck nach dem Unbekannten.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:21 Uhr

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Es war gegen 11.40 Uhr, als es an der Wohnungstür des 80-Jährigen klingelte, der an der Süntelstraße in der Nähe der Kasernenzufahrt wohnt. Draußen stand ein Mann in Monteurskleidung, der vorgab, er wolle den Wasserzähler ablesen. So verschaffte sich der Räuber Zutritt zu der Wohnung. „Dort richtete er kurze Zeit später eine Waffe auf den Senior und forderte ihn zur Herausgabe von Bargeld auf. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam, schlug ihm der Räuber ins Gesicht“, berichtet Polizeikommissar Dirk Barnert. Der 80-Jährige fiel zu Boden und blieb dort verletzt liegen.

Der Polizeikommissar berichtet: „Der Täter durchsuchte danach das Schlafzimmer des Opfers und verließ wenige Minuten später fluchtartig die Wohnung, allerdings ohne Beute. Der 80-Jährige verständigte sofort die Polizei.“ Eine eingeleitete Fahndung nach dem flüchtigen Täter verlief bislang ergebnislos.

Das Überfallopfer wurde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus verbracht. Dort wurde er nach Angaben von Barnert zunächst medizinisch versorgt, dann aber auf eigenen Wunsch wenig später entlassen.

Der flüchtige Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 1,70 Meter groß, 20 bis 30 Jahre alt, untersetzte Statur. Er war gekleidet mit einer blauen Monteurjacke und -hose (einem sogenannten Blaumann), er trug eine schwarze Wollmütze und einen weißen Mundschutz. Der Räuber sprach deutsch mit Akzent und hatte eine vermutlich schwarze Schusswaffe dabei. Die Ermittlungen nach dem gefährlichen Täter laufen auf Hochtouren. „Die Beamten des 2. Fachkommissariats werden im weiteren Verlauf ihrer Arbeit aber auch den Kontakt zum ,Weißen Ring‘ in Hinsicht auf eine Opferbetreuung herstellen“, ergänzt Barnert.

Die Polizei bittet nun um Mithilfe der Dewezet-Leser und fragt: Wer hat zur genannten Tatzeit im Bereich der Süntelstraße in der Nähe der Linsingen-Kaserne die oben beschriebene und als Monteur gekleidete Person beobachtet?

Polizeikommissar Barnert: „Des Weiteren ist nicht auszuschließen, dass der unbekannte Täter schon öfter versucht hat, sich unter oben beschriebenen Vorwand Zutritt zu einer Wohnung oder Haus zu verschaffen.“ Auch hier sollten sich Betroffene melden. Hinweise können an die Polizei in Hameln unter der Telefonnummer 05151/933-222 gerichtet werden.

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