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750 BHW-Mitarbeiter demonstrieren gegen Einschnitte

veröffentlicht am 01.12.2011 um 13:17 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (jch). 750 Mitarbeiter des BHW Hameln haben heute Vormittag vor dem BHW-Komplex an der Lubahnstraße protestiert, um sich gegen die geplanten Einschnitte durch die Deutsche Bank zu wehren. Unterstützt werden sie in ihrem Kampf durch Vertreter der lokalen Politik und Verwaltung.

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte bekundeten ihre Solidarität mit den BHW-Beschäftigten. Auch die heimische Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller sowie Gewerkschaftsvertreter anderer Banken sprachen sich auf der Kundgebung für die Forderungen der Mitarbeiter aus.

Timo Heider, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats sagt, dass diese breite Unterstützung für die Forderungen jetzt sehr wichtig sei. Schließlich sei das BHW einer der größten Arbeitgeber der Region. „Die Aktionen werden weitergehen, falls sich nichts bewegt“, sagte Heider. So lange die Kürzungen von Gehalt und Urlaub und die Arbeitszeiterhöhung nicht aus der Welt seien, so lange werde der Kampf fortgesetzt.

Die Beschäftigten der Postbank in Hannover sind zu einem viertägigen und die des BHW in Hameln zu einem dreitägigen Streik aufgerufen.  Um 13 Uhr soll vor der Postbank in Hannover unter dem Motto „Wir schützen unsere Bank“ eine Menschenkette entstehen. Am Freitag ist für 10 Uhr eine BHW-Demonstration in Hamelns Innenstadt geplant, am Montag folgt ein Autokorso von Hameln nach Hannover. 250 Teilnehmer haben sich  dafür bereits angemeldet.

Hintergrund:

Der Arbeitgeber plant eine neue Service-Gesellschaft zu gründen, in die auch rund 1200 Arbeitnehmer des Standortes Hameln überführt werden sollen. „Die damit verbundenen Gehaltskürzungen könnten bis zu 30 Prozent des Nettolohns betragen“, erklärt der Hamelner Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender Timo Heider auf der Protestkundgebung vor dem BHW-Stammsitz in Hameln. Der Gewerkschaftsvertreter erwartet nicht, dass die Arbeitgeber von ihren Positionen ohne Weiteres Abstand nehmen werden. „Für uns sind Gehalt, Urlaubsanspruch und Arbeitszeiten nicht verhandelbar“, wenn nötig werde es noch vor Weihnachten zu weiteren Streiks kommen.

Nachdem in den ersten Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften Komba und ver.di und der Postbank nach Angaben Heiders keinerlei Annäherung erzielt werden konnte, lassen die Arbeitnehmerorganisationen jetzt die Muskeln spielen. Deutschlandweit haben heute rund 3500 Arbeitnehmer gestreikt.

Das Kräftemessen könnte den Konzern nach Schätzungen viele Millionen Euro pro Streiktag kosten. Im schlimmsten Fall könne die Postbank einen Streik aktueller Größe nur wenige Tage durchhalten. Das geht aus einem internen Papier des Geldinstituts hervor.



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