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Nach Dewezet-Bericht: Das Comeback der Renate Ebernickel

74-jährige Messerwerferin als „Supertalent“ im Fernsehen

HAMELN/SCHWERTE. Ob sie sich auch trauen würde, Dieter Bohlen mit Messern zu bewerfen, sei sie gefragt worden, als RTL sich bei ihr gemeldet habe. „,Na klar’ habe ich geantwortet“, sagt Renate Ebernickel (74) und lacht. Am kommenden Samstag wird die Messerwerferin nun in der Sendung „Das Supertalent“ zu sehen sein.

veröffentlicht am 12.09.2018 um 13:16 Uhr

Renate Ebernickel (Mitte) mit ihrer Tochter Carmen und Enkelin Sabrina. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Seit dem Porträt im Rahmen der Dewezet-Serie „Familie Weiß – Sinti in Hameln“ vor genau einem Jahr erfährt Renate Ebernickel alias Isra Indra eine regelrechte Renaissance, bestätigt sie im Gespräch mit der Dewezet. Erst habe sich bei ihr der WDR für einen Fernsehbericht gemeldet, dann die Bild-Zeitung für ein Porträt und schließlich habe auch noch Dieter Bohlen bei ihr angeklopft. Dabei hatte sich die 74-jährige Artistin eigentlich schon zur Ruhe gesetzt. „Doch jetzt bin ich in der Sendung ,Das Supertalent‘ zu sehen“, sagt sie und freut sich.

Renate Ebernickel, geborene Weiß, war die längste Zeit ihres Lebens Schaustellerin. Zunächst als Assistentin an der Seite ihres Mannes, dem Messerwerfer Jonny King. Später machte sie sich als Isra Indra selbst einen Namen als Messerwerferin und Artistin. Lange war sie eigenen Angaben zufolge die einzige weibliche Messerwerferin Europas, teilte sich die Bühne mit Gunter Gabriel, Jürgen Drews, Gerhard Böttcher, Nino d’Angelo oder Dieter Thomas Heck. Nun sei sie „die älteste Messerwerferin Europas“, sagt sie. Inzwischen trete sie jedoch nur noch gelegentlich auf, etwa bei Hochzeiten.

Auftritte hatte sie früher auch in Hameln, in den Kasernen der britischen Soldaten. In Hameln lebt schließlich ein Großteil ihrer Verwandtschaft, die Sinti-Familie Weiß. Erst in der letzten Woche war sie aufgrund eines Trauerfalls in der Familie in der Weserstadt zu Besuch.

Renate Ebernickel (li.) alias Isra Indra in Aktion bei „Das Supertalent“. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius
  • Renate Ebernickel (li.) alias Isra Indra in Aktion bei „Das Supertalent“. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius

Nun wird sie am Samstag in der Sendung „Das Supertalent“ zu sehen sein. Durch die vielen Medienberichte waren die Talentsucher von RTL auf die in Schwerte lebende Messerwerferin aufmerksam geworden. Normalerweise stellen sich ihre Tochter Carmen und Enkelin Sabrina als „Zielscheiben“ zur Verfügung. Sie vertrauen ihr blind. Doch „die Gefahr ist immer da, jede Minute, jede Sekunde“, sagt Ebernickel, nicht ohne hinzuzufügen: „Aber passiert ist noch nie was.“

Ob sie mit ihrem Talent bei der Jury punkten konnte und ob sich Dieter Bohlen wirklich als „Zielscheibe“ zur Verfügung gestellt hat, das wird sich am kommenden Samstag, 15. September, um 20.15 Uhr bei „Das Supertalent“ auf RTL zeigen.



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