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Montag in einer Woche wird weiter verhandelt

700 BHW-Mitarbeiter in Hameln im Streik

HAMELN. Das BHW ist am Freitag bestreikt worden: 700 Mitarbeiter haben ihren Schreibtisch gegen die Straße vor der BHW-Zentrale in Hameln getauscht. Mitarbeiter und Gewerkschaften fordern eine Arbeitsplatzgarantie bis 2022 sowie eine Garantie für den Standort, der nach Frankfurt und Bonn der drittgrößte im Konzern ist.

veröffentlicht am 13.10.2017 um 13:47 Uhr

Straße statt Schreibtisch: Beim BHW wurde am Freitag gestreikt. Foto: Dana
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Der Unmut darüber, dass sich die Tarifverhandlungen seit April hinziehen und noch immer zu keinem Ende gekommen sind, wurde unter den Mitarbeitern deutlich. Den Gewerkschaften geht es im Kern um eine Standortgarantie für das Hamelner BHW sowie eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2022. Darüber hinaus fordern die Gewerkschaften eine Gehaltserhöhung von 4,9 Prozent, die Arbeitgeberseite bietet bislang 2,5 Prozent an.

Im Gespräch mit der Dewezet sagte Timo Heider, der im Gesamtbetriebsrat sowie auch im Deutsche-Bank-Aufsichtsrat sitzt: „Wir fordern eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2022 sowie eine erklärte Perspektive für den Standort Hameln, der nach Frankfurt und Bonn ja nun mal der drittgrößte im gesamten Konzern ist. Wir haben heute in Hameln deutlich gemacht, dass das Angebot der Arbeitgeber nicht ausreicht.“ Heider erklärte zwar, dass „ein Arbeitgeber sich eher schwertut, einem Standort eine Garantie bis zum Sankt-Nimmerleinstag zu geben – aber der Hamelner BHW-Standort sei nun mal nicht irgendein Konzernteil innerhalb der Postbank. Schließlich arbeiteten hier 3000 Mitarbeiter. Die Deutsche Bank will die Postbank entgegen früherer Pläne nicht mehr verkaufen, sondern vollständig integrieren. „Auch nach der Integration in die Deutsche Bank“, so gibt sich Heider sicher, „wird BHW eine wesentliche Rolle spielen.“ Der Standort Hameln sei „zwar nicht akut gefährdet, aber auch nicht völlig ungefährdet“. Deshalb sei es wichtig, dass die Mitarbeiter auf die Straße gingen, so wie am Freitag in Hameln und zugleich bundesweit in allen Callcentern der Postbank. Heider: „Das zeigt Wirkung, das wissen wir.“ Politisch unterstützt wurden die Streikenden am Freitag in Hameln von den gerade gewählten Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps (SPD) und Jutta Krellmann (Linke).

Die Gespräche am Verhandlungstisch werden am Montag, 23. Oktober, fortgesetzt.

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