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Landrat Bartels: „Ein wunderbarer Ort zum Leben“

450 Jahre Redenhof im Herzen der Stadt

HAMELN. In den letzten Wochen vor der großen Jubiläumsfeier der Familie von Reden war es noch mal spannend geworden. Bleiben der Redenhof und die damit zusammenhängenden Ländereien in Hameln und Umland im Besitz der Familie? Oder fallen sie einer Zwangsversteigerung zum Opfer? Diese Fragen standen seit Mitte Juli im Raum. Am Ende konnten die Versteigerung, wie berichtet, abgewendet und an diesem Wochenende nun das 450-jährige Bestehen des Redenhofs gefeiert werden.

veröffentlicht am 02.09.2018 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 04.09.2018 um 11:34 Uhr

Nach der Enthüllung der Tafel zur Erinnerung an Ernst von Reden erfolgt ein achtfacher Handschlag auf ein gutes Zusammenleben im Herzen der Stadt: Eckart von Reden (v. li.), Oberbürgermeister Claudio Griese, Landrat Tjark Bartels und Alexander von Re
Philipp Killmann

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„Die Familie ist froh, dass der Bestand des Redenhofs als Familienbesitz auch über die 20. Generation hinaus gesichert ist“, sagte Miteigentümer und Gutsverwalter Eckart von Reden vor der gut 100-köpfigen Festgesellschaft, die sich am Samstag auf dem Redenhof zusammenfand. Sie bestand zum größten Teil aus verschiedenen Generationen der Familie von Reden selbst, darunter auch der Zweig vom Nachbargut Hastenbeck und Verwandtschaft aus Holland, aber auch aus Angehörigen der Familie von Klencke vom Rittergut Hämelschenburg, Freunden und Mietern des als Wohnhaus genutzten Redenhofs selbst. Einer dieser Mieter ist Landrat Tjark Bartels, der eine kleine Ansprache hielt. „Ich fühle mich hier pudelwohl“, sagte er. „Der Redenhof ist ein wunderbarer Ort zum Leben.“ Im Gegensatz zum Landrat mit dem Redenhof zwar eher äußerlich vertraut, bezeichnete aber auch Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese das Ensemble am Rande der Altstadt als einen „Schatz der Stadt“. Die Investitionen in Millionenhöhe, welche die Familie von Reden in den letzten Jahren mit der Restauration des 450 Jahre alten Hofs geleistet habe, trügen dazu bei, „eine weitere Perle in der Innenstadt zu schaffen“, so Griese.

Am 11. September 1568, also vor 450 Jahren, hatte der Rat der Stadt Hameln Ernst von Reden – seines Zeichens Pfandherr zu Burgdorf und später fürstlich lüneburgischer Statthalter zu Celle – unter Auflagen die Zustimmung erteilt, einen „adelich freyen“ Hof in Hameln zu erwerben. Demnach habe sich der Käufer dafür verpflichten müssen, bescheiden im Ausbau des Hauses zu sein, keine bürgerliche Hantierung zu treiben und keine Grundstücke zu erwerben, die in der städtischen Gerichtsbarkeit oder Landwehr lagen – „damit er nicht zu mächtig würde“, schilderte Griese. An jenen Ernst von Reden erinnert nun eine gusseiserner Porträttafel im Innenhof, die Eckart von Reden und dessen Vetter Alexander von Reden gemeinsam mit dem OB und dem Landrat enthüllten.

Als Gastgeschenk überreichte Claudio Griese Eckart und Alexander von Reden ein Bild mit Hameln-Ansicht von der Malerin Irene Apportin, das künftig in den vier Wänden des Redenhofs Platz finden soll. Vielleicht in dem noch nicht renovierten „Herrenhaus“. Die umfangreichen Restaurationen sind nämlich erst für das einstige „Wirtschaftsgebäude“ sowie für die Gartenanlage abgeschlossen. Als Nächstes soll das „Herrenhaus“ saniert werden. Doch über diese Mammutaufgabe zerbrach sich die Festgesellschaft, die am Abend vom Redenhof ins Schloss Hämelschenburg umsiedelte, an diesem Tag wohl nicht mehr ernsthaft den Kopf.

Hinweis: Weitere Informationen über den Redenhof finden sich auf redenhof.de.



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