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300 Euro für einen Mercedes unter den Ranzen

veröffentlicht am 06.08.2011 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ohm). Ein gut sitzender Ranzen, der das Gewicht auf den ganzen Körper verteilt und hohen Tragekomfort bietet, hat auch seinen Preis. Zwischen 60 und 120 Euro müssten Eltern für einen passenden Ranzen bezahlen. 300 Euro koste ein Ranzen im Marienkäferdesign. Doch wie sollen Eltern, die Hartz IV beziehen oder deren Lohn unter der Armutsgrenze liegt, diese Summen bezahlen?

Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung bekommen sie zu Beginn eines jeden Schuljahres 70 Euro ausgezahlt – bei reinen Bücherkosten von rund 105 Euro an manchen Schulen. Zusätzlich beziehen die Familien zwar gemäß dem alten Regelsatz für jedes Kind im Monat 1,79 Euro für Schulmaterial, doch das reiche oft nicht mal für Blöcke und Stifte, so Nicola Kraus vom Kinderschutzbund. „Wenn Eltern vom Tage der Geburt an sechs Jahre lang dieses Geld gespart hätten, stünden ihnen zur Einschulung rund 128 Euro zur Verfügung“, rechnet Kraus aus und weist darauf hin, dass von dem Geld vom Staat dann höchstens ein älteres Ranzenset und die Schulbücher gekauft werden können.

Da diese Summe für viele Eltern nicht aufzubringen ist, hilft die Kreidetafel weiter. Dort können die Kinder von der kompletten Schulausstattung bis zu einzelnen Heften alles bekommen, was sie brauchen.



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