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Nahost-Konflikt ganz nah: Protestzug in Hameln

300 demonstrieren für Frieden in Gaza

Hameln. 300 Menschen haben nach Angaben der Polizei gestern in Hameln für ein freies Palästina und für Frieden im Gaza-Streifen demonstriert. Die in Hameln lebende Libanesin Türkan Demir hatte die Veranstaltung angemeldet. Der blutige Konflikt zwischen Hamas und Israel sei „schrecklich“. Dagegen müsse man etwas tun, sagt sie.

veröffentlicht am 02.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 11:16 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Es sind auffallend viele junge Leute zum Bahnhofsvorplatz gekommen, um von dort zur Hochzeitshausterrasse zu gehen. Zahlreiche Plakate werden hochgehalten. Auf einem steht: „Du musst nicht Moslem sein, um dich für Gaza einzusetzen. Es reicht, ein Mensch zu sein.“ Grauenvolle Bilder, auf denen tote und verletzte Kinder zu sehen sind, sollen schocken. Begleitet von Polizeibeamten, die Straßen sperren, gehen die Demonstranten in Richtung Altstadt. Anfangs sind es 130, unterwegs schließen sich ihnen viele weitere an. Im Chor werden die zentralen Forderungen geschrien: „Stoppt den Krieg!“ oder „Wir wollen Frieden!“ Auf einem Spruchband steht: „Palästina anerkennen – Frieden schaffen“. An der Hochzeitshausterrasse findet die Abschlusskundgebung statt. Es wird Türkisch, Arabisch und Deutsch gesprochen. Bilgin Onur sagt: „Wir verurteilen die Gewalt in Gaza.“ Das Bomben müsse so schnell wie möglich aufhören.

Man protestiere nicht gegen den Glauben und die Religion, stellt der 16-jährige Hamelner André Schults klar. „Es geht hier nicht um den Islam oder das Judentum. Wir verurteilen diejenigen, die Menschenrechtsverstöße begehen.“ Die Frauen, Männer und Kinder, die seit Wochen in Gaza stürben, hätten nichts mit dem Konflikt zwischen Hamas und Israel zu tun. Die Gewalt in Palästina müsse endlich aufhören, sagt der deutsche Jugendliche.

Ein älterer Mann, der auf Arabisch etwas von „Hamas“ ins Megaphon brüllt, wird von seinen eigenen Leuten am Weiterreden gehindert.

Plakate, Fahnen und Fotos – Protestzug durch Hameln.

Zwischen türkischen und palästinensischen Fahnen fallen eine Frau und drei Männer auf, die nach Antifa-Angaben Mitglieder der Partei „Die Rechte“ sind.

Die Polizei zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der propalästinensischen Demonstration. „Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Straftaten wurden von uns nicht festgestellt“, bilanziert Kriminalhauptkommissar Heinz Mikus.

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