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Out of Order feiern 30. Bandgeburtstag

30 Jahre - 30 Songs

HAMELN. Out of Order - eine der wohl dienstältesten Bands aus der Region – feiern ihren 30. Geburtstag. Aber nicht einfach mit Freunden im Bandraum, nein – der wäre dafür wohl viel zu klein.

veröffentlicht am 04.02.2018 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 04.02.2018 um 14:50 Uhr

Die drei Frontsänger-Generationen von Out of Order mit (v.l) Markus Himler, Rouven Tyler und Michelle Seifert begeistern das Publikum, umrahmt durch eine Formation von Instrumentalisten der Extraklasse. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
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Weit mehr als 400 Freunde, Fans und aktuelle wie ehemalige Mitspieler der Formation genossen gemeinsam in der Sumpfblume einen Abend, der sich wie eine Reise durch die musikalische Geschichte anfühlte. Leo Bergmann als charmanter Conférencier entführte die Zuhörer in die Gründungsjahre der Band, die sich 1987 – dem Jahr, als Steffi Graf erstmals die Weltrangliste anführte – als klassische Blues-Rock Band gründete und dann mit den Jahren, erweitert um hervorragende Bläser, in Richtung Fun-Rock, Funk and Soul weiterentwickelte. Unter dem Motto „30 Jahre – 30 Songs“ zeigten die Musiker auf, wie vielfältig ihr unverkennbares Klangspektrum im Laufe der Jahre geworden ist. „I feel good“ von James Brown, mit einer Wahnsinns-Power gesungen von der aktuellen Frontfrau Michelle Seifert, untermalt vom vielstimmigen Bläsersatz, beschreibt treffend die durchgängige Stimmung im Publikum; denn ohne Warmlaufphase ging es für Band und Zuhörer von Null auf Hundert. Es wurde getanzt, geklatscht, mitgesungen und viele Emotionen kamen auf. Etwas verhaltener wurde es, als Band und Gäste der leider bereits verstorbenen Bandmitglieder Horst Werner, Rolf Brüning und Thomas Dorn mit dem Song „Everey dog got its day“ von Edi Bo, vorgetragen vom Hamelner Urgestein Bob Dulas, gedachten. In einem dreißigjährigen wechselvollen Bandleben geschieht so einiges. Immerhin mehr als ein Vierteljahrhundert! Es kamen neue Musiker hinzu, andere veränderten sich und schieden aus. Doch an diesem Abend waren sie fast alle wieder vereint. So wechselten sich die verschiedenen Sänger-Generationen auf der Bühne ab, ebenso wie die Musiker vergangener und aktueller Tage an den Begleitinstrumenten. Gleich in einer Doppelrolle zeigte das ehemalige Bandmitglied Marcus Emmel auf, dass er nicht nur den Bass beherrscht, sondern mit seinem persönlichen Klassiker „Under the boardwalk“ auch den Gesang. Bemerkenswert war der Auftritt von Markus Himler, der an diesem Tag geheiratet hat, und sich dennoch nicht nehmen ließ, mit seiner ehemaligen Band zu feiern. Mit „Hard to Handle“ stellte er unter Beweis, dass er immer noch eine wunderbare Stimme hat. Apropos Stimme: Auch Rouven Tyler, inzwischen mit eigener Band in ganz Deutschland erfolgreich, bereicherte den Abend mit seiner ebenfalls unverkennbaren Stimme. Vor allem im Duett mit seiner Nachfolgerin in der Band, Michelle Seifert, wurde den Gästen Stimmgewalt und Bühnenpräsenz pur präsentiert – immer umrahmt von einer hervorragend abgestimmten und erstklassig besetzten Band. Zu Recht ging deren Dank auch in Richtung Tontechnik, denn solch ständig wechselnde Besetzung an den Mikros und Instrumenten zu einem gelungenen Klangkörper zu formen, ist schon „Erste Liga“. Seinen Höhepunkt fand der Abend beim gemeinsamen Auftritt der ehemaligen Frontsänger und der aktuellen Frontfrau der Formation beim Stück „Proud Mary“ von CCR, was nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Publikum begeistert mitgesungen wurde. Und nach dem Finale mit „One and only“ von Adele, ausdrucksstark vorgetragen von Michelle, übrigens der Jüngsten in der Band, dachte man: Es ist erstaunlich, wie kurz sich fast drei Stunden Live-Musik anfühlen können, wenn sie von einer vielseitigen und in sich runden Formation vorgetragen wird. Markus Himstedt, Trompeter der Band, brachte nach dem Konzert diesen Abend dann abgekämpft aber glücklich – stellvertretend für Band und Publikum – mit einem Satz auf den Punkt: „Wir hatten einen Riesenspaß.“

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