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Küchenbetrieb soll ausgegliedert werden

26 Sana-Mitarbeiter vor ungewisser Zukunft

HAMELN. Der Küchenbetrieb des Sana-Klinikums soll aus dem Unternehmen ausgegliedert werden. Künftig soll die Sana-Catering-Service GmbH, eine Dienstleistungsgesellschaft, die Küche des Krankenhauses führen, wie die Geschäftsführung des Sana-Klinikums auf Anfrage der Dewezet über ihre Pressestelle mitteilen lässt. Unklar ist, was diese Maßnahme für die 26 Mitarbeiter der Küche bedeutet.

veröffentlicht am 19.12.2017 um 18:30 Uhr

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Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Die Überprüfung der Küchenstruktur hat ergeben, dass wir diese in der aktuellen Form nicht aufrechterhalten können“, ließ Marco Kempka, Geschäftsführer des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont, gestern über Pressesprecherin Natalie Arnold verlauten.

Schon jetzt werde die Cafeteria des Sana-Klinikums von der Sana-Catering-Service GmbH betrieben, wie Arnold weiter mitteilte. „Die geplante Neuordnung ist ein notwendiger Schritt, um die Klinik vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und qualitativen Situation zukunftsfähig zu gestalten“, führte die Klinikums-Sprecherin aus. Die 26 Mitarbeiter seien über die geplanten Maßnahmen bereits informiert. Nicht klar ist, ob die krankenhausinterne Küche als solche geschlossen und durch einen externen Zulieferer ersetzt werden soll.

Ebenso unklar ist, wie sich diese Maßnahmen auf die Mitarbeiter auswirken werden. „In den jetzt anstehenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat wird über die konkreten Maßnahmen gesprochen und im Sinne des Interessensausgleichs ein Sozialplan erarbeitet“, sagte Arnold dazu.

Solange die Verhandlungen nicht abgeschlossen seien, würden auch keine Kündigungen ausgesprochen. Unter Berücksichtigung beider Seiten, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer, solle ein „Ausgleich“ hergestellt beziehungsweise sollen „wirtschaftliche Nachteile“ abgemildert werden, „die den Mitarbeitern durch die geplante Betriebsänderung entstehen“.

Wirtschaftliche Aspekte eines Unternehmens rechtfertigen diesen Umgang mit verdienten Mitarbeitern nicht.

Tjark Bartels, Landrat

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich als Gesellschafter gegen die „vollständige Fremdvergabe der Speisenversorgung“ positioniert, wie Kreissprecherin Sandra Lummitsch gestern gegenüber der Dewezet mitteilte. Dieser Positionierung sei die Kreispolitik auf Vorschlag der Verwaltungsleitung „einstimmig gefolgt“. Aus Sicht des Landrats „rechtfertigen wirtschaftliche Aspekte eines Unternehmens nicht diesen Umgang mit verdienten Mitarbeitern“, so Lummitsch.

Doch das Veto von Kreisverwaltung und Politik wird an dem Vorhaben der Krankenhausführung, die Küche auszugliedern, offenbar nichts ändern. Zumindest teilt das Sana-Klinikum auf Anfrage der Dewezet mit, dass das Sana auch ohne Zustimmung der Politik „dazu in der Lage“ sei, so Arnold, den Küchenbetrieb abzustoßen.

Träger des Sana-Klinikums Hameln-Pyrmont ist die GmbH „Gesundheitseinrichtungen Hameln-Pyrmont“, eine gemeinsame Gesellschaft der Sana-Kliniken AG München und des Landkreises Hameln-Pyrmont. Doch mit 49 Prozent Anteil ist der Landkreis gegenüber der Sana-Kliniken AG, die über 51 Prozent verfügt, in der Minderheit.

Der Kreistag hatte im März 2010 beschlossen, den Mehrheitsanteil an die Sana-Kliniken AG zu übertragen. Bis dahin hatte der Landkreis noch über 51 Prozent verfügt. Für 13 Millionen Euro trat der Landkreis damit weitere zwei Prozent seines Anteils an das Privatunternehmen ab. Den ersten Teilverkauf von 49 Prozent an die AG hatte sich der Landkreis zuvor mit 33,8 Millionen Euro bezahlen lassen.



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