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Stadt will mit Kataster Unternehmen ansprechen

26 Gewerbe- und Industrieflächen im Stadtgebiet liegen brach

HAMELN. Da ist noch Luft nach oben: Nicht alle Gewerbe- oder Industrieflächen werden auch als solche genutzt. Die Stadt hat alle Brachflächen erfasst und nun auf ihrer Website in groben Zügen dargestellt. Es handelt sich um 26 Flächen auf 112 000 Quadratmetern, die Gewerbetreibenden potenziell zur Verfügung stehen.

veröffentlicht am 13.08.2018 um 16:45 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 18:30 Uhr

26 Flächen in einer Größenordnung von insgesamt 112 000 Quadratmetern liegen im Stadtgebiet brach. Screenshot: Hameln.de/pk
Philipp Killmann

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Da ist noch Luft nach oben: Nicht alle Gewerbe- oder Industrieflächen in Hameln werden auch als solche genutzt. Die Stadt hat daher alle Brachflächen erfasst und stellt diese nun auf ihrer Website in groben Zügen dar. Insgesamt handelt es sich um 26 Flächen auf 112 000 Quadratmetern, die Gewerbetreibenden potenziell zur Verfügung stehen.

Brachflächen sind Gewerbe- oder Industrieflächen, die über einen längeren Zeitraum ungenutzt und funktionslos, mindergenutzt oder zwischengenutzt sind. Auf der Website (hameln.de/brachflaechen) gibt es einen Stadtplan, auf dem alle Brachflächen kartiert sind. Registriert wurden via Luftaufnahme alle Flächen mit einer Mindestgröße von 1000 Quadratmetern. Die größte Fläche befindet sich mit 9700 Quadratmetern Am Hafen.

Per Mausklick können Steckbriefe zu den Flächen aufgerufen werden: Wie groß ist die Fläche? An welcher Straße befindet sie sich? Ist die Fläche bebaut? Gibt es Altlasten? Auf diese und andere Fragen gibt das Brachflächenkataster Auskunft. Die Namen der Eigentümer, Hausnummern oder ander personenbezogene Daten werden nicht genannt.

Wir haben mit mehr Flächen gerechnet. Das zeigt, was für Druck da ist.

Frank Bendel, Stadtentwickler

26 Brachflächen, die mit Abstand meisten davon in der Südstadt, gefolgt von Basberg, Klein Berkel und Nordstadt, also – ist das viel? „Wir haben mit mehr Flächen gerechnet“, sagt Frank Bendel, Stadtentwickler bei der Stadt Hameln. „Das zeigt, was für Druck da ist.“ Denn der Grund dafür, die Brachflächen überhaupt zu erfassen, sei die steigende Nachfrage in den letzten Jahren nach gewerblichen Flächen gewesen, führt Bendel aus. Dazu sei gekommen, dass der Bund im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie den Verbrauch von neu zu versiegelnden Flächen bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren will. „Unser Ziel ist es, die Neuversiegelung zu reduzieren bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit“, sagt Bendel. Heißt: Es kann und soll gerne neugebaut werden – aber nicht auf der grünen Wiese. „Wir hoffen auf neue gewerbliche oder industrielle Nutzung“, sagt Bendel.

Und das soll so gehen: Jede auf der Website dargestellte Brachfläche hat eine ID, eine Identifikationsnummer. Gewerbetreibende, die sich für eine Fläche interessieren, können sich mit der ID an die Wirtschaftsförderung der Stadt Hameln wenden. Die Wirtschaftsförderer nehmen dann Kontakt mit dem Eigentümer auf, um zu klären, ob dieser grundsätzlich bereit sei, seine Brachfläche zu verpachten oder zu veräußern. Mit dem Kataster soll der Prozess der potenziellen Nachnutzung von Brachflächen erleichtert und beschleunigt werden. „Das Kataster ist die Möglichkeit für Gewerbetreibende zu sehen, was es gibt“, sagt Bendel.

Das Brachflächenkataster ist der Abschluss eines dreistufigen Projekts, das die Stadt im Laufe der letzten zwölf Monate in die Tat umgesetzt hat. Zunächst wurde ein Kataster erstellt, in dem die nur noch wenigen Gewerbeflächen online einsehbar sind. Im zweiten Schritt wurde ein Baulückenkataster erstellt. Dort sind unbebaute beziehungsweise untergenutzte oder geringfügig bebaute Grundstücke aufgeführt, die vornehmlich für eine Wohnbebauung geeignet sind. Das Brachflächenkataster richtet sich nun einmal mehr an die Gewerbetreibenden. „Wir hoffen auf neuen Schwung!“, sagte Erster Stadtrat Hermann Aden, als er das Brachflächenkataster nun im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte.



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