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Es geht um Geld und Arbeitsplatzsicherheit

2500 BHW-Mitarbeiter zum Streik aufgerufen

HAMELN. Angesichts der stockenden Tarifverhandlungen bei der Postbank wächst in der Belegschaft der Unmut. 2500 BHW-Mitarbeiter sind am Freitag in Hameln zum Streik aufgerufen.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 14:35 Uhr
aktualisiert am 12.10.2017 um 15:30 Uhr

Nicht nur ein großer Kasten, dieses BHW, sondern vor allem der wichtigste Wirtschaftsfaktor für die Stadt Hameln. Foto: Dana
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Petra Fecho von der Gewerkschaft Komba teilte am Donnerstag mit, dass es sich um die Mitarbeiter der BHW Bausparkasse, der Kreditservice-Gesellschaft sowie der Postbank Finanzberatung am Standort Hameln handelt. Weitere 500 Mitarbeiter anderer Gesellschaften sind von dem Streik nicht betroffen.

Der Streik soll Freitagfrüh um fünf Uhr beginnen und ganztägig andauern. Fecho zufolge geht es bei den Forderungen der Gewerkschaften um drei Punkte: Kündigungsschutz für die Mitarbeiter, eine Standortsicherheit für Hameln sowie höhere Gehälter. Die ersten beiden Punkte seien existenziell – vor allem mit Blick auf die Integration von Postbank mitsamt ihrer BHW-Tochter in den Deutsche-Bank-Konzern. Die Deutsche Bank will die Postbank entgegen früherer Pläne nicht mehr verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft integrieren. Fecho sagt der Dewezet: „Wir befürchten, dass die Deutsche Bank einen massiven Arbeitsplatzabbau vorhat.“ Die Gewerkschaften fordern deshalb, den Kündigungsschutz bis Ende 2022 zu verlängern und fürs BHW in Hameln eine Standortgarantie auszusprechen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft für die etwa 18 000 Beschäftigten der Postbank, der BHW-Gruppe und weiterer Töchter 4,9 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit. In der letzten Verhandlungsrunde im September hatte das Unternehmen ein Angebot vorgelegt, das neben einer Anhebung der Löhne und Gehälter in zwei Stufen um insgesamt 2,5 Prozent einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2019 vorsieht. Das reicht den Gewerkschaften nicht. Nächste Woche wird wieder verhandelt, am Freitag in Hameln gestreikt.

Mein Standpunkt
Thomas Thimm
Von Thomas Thimm

Beim BHW wird gestreikt. Natürlich geht es auch ums Geld für die Mitarbeiter. Viel wichtiger für die Stadt, die Region, die Kaufkraft, den Handel, den Immobilienmarkt und vieles mehr ist aber, dass der Standort Hameln eine Garantie bekommt. Das Gewicht, welches BHW innerhalb des größten deutschen Finanzkonzerns innehat, wird nämlich bei der Postbank-Integration in die Deutsche Bank weiter schrumpfen. Deshalb muss gelten: Sichere sich, wer kann. Und ganz Hameln steht hinter BHW.

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