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Verwaltung erstellt Dringlichkeitsliste / Arbeiten in Bahnhof- und Deisterstraße

1,6 Millionen für die Straßensanierung?

Hameln. Geht es um die Sanierung von Kreis-, Gemeinde- und Landesstraßen, will die Verwaltung die Politik künftig vor vollendete Tatsachen stellen. Derzeit werde ein Verkehrssanierungskonzept erstellt, das die Dringlichkeit der Instandsetzung aufzeigen soll. „Und dann wird alles der Reihe nach abgearbeitet, entsprechend den im Haushalt veranschlagten Budgets“, hat Stadtbaurat Hermann Aden jetzt vor dem Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz angekündigt.

veröffentlicht am 15.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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„Wir werden künftig nach Dringlichkeit und Sinnhaftigkeit fachlich bewerten und im Haushalt nicht mehr jede einzelne Maßnahme, sondern nur noch wesentliche Punkte ausweisen. Das gilt allerdings nicht für Erschließungsmaßnahmen“, unterstrich Ralf Wilde. Der Fachbereichsleiter Umwelt und technische Dienste im Hamelner Rathaus präsentierte den Fraktionen auch die Summen, die im Etat 2015 für Sanierungen und Investitionen vorgesehen sind: für Gemeindestraßen 618 000 Euro, für Kreisstraßen 309 000 Euro und für Landesstraßen 618 750 Euro – zusammen 1,55 Millionen. „Wenn wir die Sanierungsarbeiten nicht vorantreiben, wird der erforderliche Aufwand immer mehr werden“, sagte Wilde und betonte, dass die Festlegung der Verwaltung auch für den Brücken- und Radwegebau, die Verkehrsberuhigung und die Barrierefreiheit an Knotenpunkten gelte. „Die Reihenfolge ist dann nicht mehr politisch zu diskutieren. Wir werden vor dem Ausschuss berichten, was aus fachlicher Sicht umgesetzt werden soll“, kündigte der Fachbereichsleiter an. Die Rangfolge ergebe sich aus dem Sanierungskonzept, das im Frühjahr des kommenden Jahres vorliegen werde und die Straßen bewerte. Steuerungsmittel der Politik seien jedoch die Budgets. „Wenn Sie weniger Geld bereitstellen, können eben weniger Straßen saniert werden“, sagte Aden. Die Budgetierung werde jedoch dazu beitragen, in verlässlichen Zahlen zu denken. Zudem ermögliche das Kataster der Verwaltung Flexibilität, da sie kurzfristig agieren könne.

In den Fraktionen ist die Neuerung auf ein überwiegend positives Echo gestoßen. „Auch wenn wir jetzt politisch weniger Einfluss haben, kann ich das nur befürworten“, erklärte Hans Wilhelm Güsgen (FDP). Volker Brockmann (SPD) nannte das Konzept „übersichtlich und sinnvoll“. Gerhard Paschwitz (CDU) jedoch monierte fehlende Transparenz. „Ich hätte schon gern gewusst, wie die Kleiderordnung aussieht“, sagte er. „Wenn die Verwaltung entscheidet, können Sie sich zurücklehnen und sagen: ‚Das müssen die jetzt auch vertreten‘“, konterte Aden.

Asphalt statt Pflaster in der Bahnhofstraße

Und da es in der Sitzung um Straßen und Baumaßnahmen ging, kündigte Ralf Wilde als Vorstand der städtischen Tochter Abwasserbetriebe Weserbergland an, dass im kommenden Jahr eine ganze Reihe an Kanalsanierungen anstünde.

Dazu gehöre die Bahnhofstraße, in der ein 375 Meter langer Mischwasserkanal verlegt werden müsse. Mit den Vorarbeiten solle bereits im kommenden März begonnen werden. „Kein einfaches Unterfangen, denn der Verkehr muss weiterlaufen, weil die Bahnhofsstraße ein Nadelöhr des ÖPNV ist“, sagte Wilde und ließ die Politik wissen, dass im Zuge dieser Arbeiten die Betonsteinplatten durch eine Bitumendecke ersetzt werden sollen. „Das möchte ich hier ausdrücklich betonen“, erklärte Wilde, der im Frühjahr in die Kritik geraten war, weil er das historische Kopfsteinpflaster am Münsterkirchhof durch eine Asphaltschicht ersetzen ließ. Und mit dem ihm eigenen Humor stellte Aden klar: „Das nicht historische Pflaster in der Bahnhofstraße wird weggenommen und es kommt eine Asphaltdecke.“ Grund für diesen Austausch seien die vielen Busse, die einen erheblichen Reparaturbedarf der Pflastersteine verursachten.

Auch die Deisterstraße – und damit eine weitere Hauptverkehrsachse der Rattenfängerstadt – soll eine neue Fahrbahn bekommen. Dies sei zwar eine Maßnahme der Straßenbauverwaltung und belaste die Stadt Hameln nicht finanziell, „wir werden aber die Bauleitung begleiten“, sagte Wilde und betonte, dass diese Arbeiten eigentlich schon für dieses Jahr geplant waren. „Das haben wir aber abgelehnt, weil es schon diverse andere Baustellen gab“, begründete er.

Wilde kündigte für das kommende Jahr zudem Kanalarbeiten nebst Fahrbahnerneuerung für den letzten Abschnitt der Kuhlmannstraße an. „Dann ist die gesamte Straße wieder auf Vordermann“, meinte der Fachbereichsleiter. Auch der Kanal an der Fischbecker Landstraße wird vom 6. Juli bis 28. August fertiggestellt. „Wir werden ersuchen, dass möglichst behinderungsarm zu erledigen“, sagte Wilde. Zudem sollen der Mischwasserkanal in der Dieselstraße und der Schmutzwasserkanal im Bereich der Klein Berkeler Tal-straße erneuert werden. Auch im Bereich Welliehausen und Wehrbergen seien viele Kanäle kaputt. Die Reparaturarbeiten sind für die Zeit von Mai bis August geplant.

Im August soll auch die Stützmauer an der Remte in Afferde saniert werden. „Vorher geht das nicht wegen des Artenschutzes am Wasser“, so der Fachbereichsleiter.



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