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Hamelner Gymnasien setzen neue Richtlinie unterschiedlich um

10. Klassen dürfen kleiner werden: 26 statt 32 Schüler

Hameln (ch). Die niedersächsische Landesregierung verspricht den Gymnasien des Landes kleinere Klassen. Ab Sommer soll in den zehnten Klassen die Obergrenze der Schüler von 32 auf 26 gesenkt werden. Für die betroffenen Schulen ist das eine positive Nachricht. Doch welche Veränderungen ergeben sich dadurch im Schulalltag?

veröffentlicht am 09.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:41 Uhr

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Die wichtigste Nachricht ist: Es gibt mehr Lehrkräfte. So hat beispielsweise das Viktoria-Luise-Gymnasium vier statt wie bislang geplant zwei neue Lehrkräfte zugesichert bekommen. „Das hilft uns sehr“, freut sich Rainer Starke, Direktor des Vikilus. Kleinere Klassen hätten Lehrer und Eltern seit langem gefordert. Rund fünf Milliarden Euro pro Jahr stehen dem Kultusministerium in den Haushaltsjahren 2012 und 2013 für Bildung zur Verfügung. Damit sind die Ausgaben für die Bildung in Niedersachsen laut David McAllister seit 2003 um rund eine Milliarde Euro gesteigert worden.

In den Gymnasien geht man unterschiedlich mit dem neu gewonnenen Spielraum bei den Klassengrößen um. „Die neue Regelung wird den Schülern und dem Unterricht zugutekommen, aber wir werden jetzt die Klassen nicht neu aufteilen“, sagt Wolfgang Weber, Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln. Im betroffenen Jahrgang seien bereits Klassen zusammengelegt worden, die Klassenverbände wolle man nun nicht erneut auseinanderreißen. Stattdessen werde der Kursunterricht, zum Beispiel Religion oder Musik, durch die erweiterten Kapazitäten in kleineren Gruppen stattfinden können. „Man sollte nicht nur auf die Zahlen gucken, sondern auch auf die Pädagogik“, sagt Weber. Derzeit besuchen auf dem AEG 32 Schüler die zehnten Klassen. In den jetzigen neunten, den neuen zehnten Klassen, werden es aber voraussichtlich nur ein, zwei Schüler mehr als 26 sein.

Anders im Schiller-Gymnasium. Klassenleiter und Klassensprecher haben sich mit der Schulleitung beraten und entschieden, dass es ab Sommer eine weitere zehnte Klasse geben soll. Aus den bestehenden fünf neunten Klassen werden dann sechs kleinere zehnte. „Das ist wichtig, damit wird man günstigere Lernmöglichkeiten schaffen können“, sagt Andreas Jungnitz, Direktor des Schiller-Gymnasiums. Anbauen müsse man jedoch nicht, um die zusätzliche Klasse unterzubringen. „Wir müssen noch ein Stückchen enger zusammenrücken.“ Die neue Regelung wirke sich nicht nur auf die zehnten Klassen, sondern indirekt auf die Klassen sieben bis neun aus, erklärt Rainer Starke, Direktor des Viktoria-Luise-Gymnasiums. Ein Beispiel: Waren bislang für die fünften Klassen 180 Schüler angemeldet, wurden bei einer Obergrenze von 30 Schülern pro Klasse sechs Klassen aufgemacht. Bei nur sechs Schülern mehr schon sieben Klassen mit jeweils geringerer Schülerzahl. Eine Garantie, dass diese bis zum Jahrgang zehn in dieser Form bestehen bleiben durften, gab es jedoch nicht. Am Ende der sechsten, siebten, achten und neunten Klasse wurde immer wieder gezählt und gerechnet. Hatten sich sechs Schüler abgemeldet, musste eine Klasse aufgelöst werden. „Das müssen wir jetzt nicht mehr“, sagt Starke. Dadurch, dass der Schule nun insgesamt mehr Lehrer bewilligt worden wären, könnten die Klassen stabil gehalten werden. „Das hilft uns sehr.“ Ein unlösbares Platzproblem bekommen die Hamelner Gymnasien durch die neue Regelung nicht.

Die zehnten Klassen der Gymnasien werden schlanker. Von 32 sinkt die vorgegebene Schülerobergrenze auf 26.

Montage: Dana



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