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Eltern-Protest auf Facebook – Oberbürgermeister nimmt Gebührenankündigung zurück

10 Euro für eine Quittung?

Hameln. „Das ist ja, als wenn man beim Einkauf für den Kassenzettel extra bezahlen muss.“ Auf der Fachbook-Seite „Wenn du in Hameln aufgewachsen bist, dann …“ hagelte es gestern Vormittag Kritik an der Stadt. Zahlreiche Mütter und Väter reagierten mit Unverständnis auf einen von Andreas Breitkopf, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten, Schulen und Sport, unterzeichneten Aushang in den vier städtischen Kitas. Das Papier kündigte an, dass die Verwaltung den Eltern künftig in die Tasche greifen werde. 10 Euro solle ab dem kommenden Jahr bezahlen, wer für das Finanzamt eine Bescheinigung über die gezahlten Kita-Gebühren benötigt. „Aufgrund der Verwaltungskostensatzung sehen wir uns gezwungen …“, begründete Breitkopf auf dem Aushang. Mit „Frechheit“ und „Abzocke“ quittierten viele Facebook-User die Forderung nach dem Entgelt für eine Quittung.

veröffentlicht am 27.11.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Der Shitstorm, die Beschimpfungen im Internet, sind im Rathaus nicht unbemerkt geblieben. Und die Verwaltung reagierte sofort. Schon am Mittag hatte Oberbürgermeister Claudio Griese die Entscheidung des Abteilungsleiters kassiert und angeordnet, dass die Aushänge aus den Kitas entfernt werden. „Das läuft unserem Ziel der Familienfreundlichkeit entgegen“, begründete der Christdemokrat. Zwar habe der Stadtrat eine Verwaltungskostensatzung verabschiedet und Breitkopf deshalb nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Der Oberbürgermeister sehe in dem Ausstellen dieser Quittungen aber mehr einen Service für Familien, heißt es im Rathaus. Auch hätten die Erträge in keinem Verhältnis zu dem dann gesendeten Signal gestanden, keine familienfreundliche Stadt zu sein. Wie die Verwaltung mitteilt, sind in den städtischen Kitas jährlich allenfalls 30 dieser Bescheinigungen ausgestellt worden.



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