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Im Sommer soll Rechnung aufgehen

1 + 1 = 1 Sparkassen auf Fusionskurs

Hameln. Nun soll es also ganz schnell gehen: Bis zur Sommerpause sollen die Entscheidungen rund um einen Zusammenschluss der beiden Sparkassen in Hameln getroffen sein. Schon im nächsten Jahr soll dann aus den zwei Häusern eins geworden sein.

veröffentlicht am 30.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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„Wenn man etwas will, macht es Sinn, beherzt vorzugehen“, sagt Landrat Tjark Bartels (SPD) als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Weserbergland. Noch getrennt tagten am Dienstag die Verwaltungsräte beider Geldinstitute – und gaben einhellig grünes Licht für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. „Ich freue mich darüber, dass das gelungen ist“, sagt Bartels.

Gestern Morgen folgte die Pressemitteilung: „Die gesamte Branche, so auch die Sparkassen, stehen vor großen Herausforderungen aufgrund der deutlich veränderten Marktbedingungen“, heißt es dort. Null- und Negativzinsen würden künftig zur Normalität „mit allen negativen Folgen für die Ertragslage“. Hinzu käme die von den Banken oft beklagte staatliche Regulierung, welche, um ihr gerecht zu werden, „zusätzliche Personalkapazitäten und geänderte Personalqualitäten“ erfordere. Zudem veränderten demografischer wie digitaler Wandel das Verhalten und die Bedürfnisse der Kunden, „Investitionen in digitale Techniken und Dienstleistungsangebote“ stünden in den kommenden Jahren an.

Zwar seien beide Häuser aktuell stark genug, aber: „Auf längere Sicht können wir bei den derzeitigen Rahmenbedingungen die Zukunft allerdings zunehmend weniger aktiv gestalten und beeinflussen.“ Also wird fusioniert.

Ziel sei „eine Fusion zweier gleichberechtigter, wirtschaftlich gesunder Sparkassen“, heißt es. Das deutlich größere Institut der beiden leitet jedoch Friedrich-Wilhelm Kaup, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Weserbergland. Diese ging 1999 bereits aus einer Fusion hervor. Damals schloss sich die Kreissparkasse Hameln-Pyrmont mit der Sparkasse Bodenwerder zusammen. Ein Jahr später trat auch die Stadtsparkasse Hessisch Oldendorf bei. Eine Bilanzsumme von über 1,5 Milliarden Euro wies das Haus in den vergangenen zwei Jahren jeweils aus, etwa die Hälfte – 756 Millionen – war es im Jahr 2013 bei der von Alois Drube geführten Stadtsparkasse Hameln. Rund 200 Mitarbeiter sind bei der Stadtsparkasse beschäftigt, etwa 350 bei der Sparkasse Weserbergland. Nach Informationen der Dewezet sollen betriebsbedingte Kündigungen bei einer Fusion bereits ausgeschlossen worden sein.

Zahlreiche Fragen sind nun offen: so letztlich auch die nach der Zukunft einer der beiden markanten Innenstadt-Immobilien, in denen aktuell die Sparkassen residieren. Oder die nach dem künftigen Verwaltungsratschef. Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) hat diesen Posten bei der Stadtsparkasse inne, er verwies gestern lediglich auf die von ihm mit unterzeichnete Pressemitteilung. „Es ist noch zu früh, um über Details zu sprechen“, sagte der Hamelner Verwaltungschef.

Einer Fusion zustimmen müssen am Ende der Sparkassenzweckverband Weserbergland und der Hamelner Rat.

Die Sparkassen-Chefs treten in Fusionsverhandlungen. Dana (Montage)



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