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Pflasterfest begeistert Bands und Besucher

„Stadt voller netter, wilder Leute“

HAMELN. Von links dröhnen harte Metal–Riffs, rechts klingt leichter, cooler Jazz und eine Bühne weiter ballert der Schlager – vielfältig ist die fünfte Auflage des Pflasterfests allemal.

veröffentlicht am 27.08.2017 um 20:39 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 13:14 Uhr

Auf Bühne 4 regiert am Samstagabend Punk mit IDestroy. Foto: nls
Johannes Jordan

Autor

Johannes Jordan Reporter
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Und neben der musikalischen Vielfalt wird auch kulinarisch einiges an Abwechslung geboten. Neben den üblichen Verdächtigen Currywurst, Crèpes und Co. finden sich unter den 33 Essensständen auch Pulled Pork oder ungarische Langos, altbekannte Fast-Food-Größen kommen innovativ daher: Am Burgergrill „Geschmacksfabrik“ werden die Burger mit Limettenmayonnaise gepimpt. Lob gibt es dafür nicht nur vom Stadtmanager Dennis Andres persönlich: „Der Burger ist nur zu empfehlen.“ Verdursten muss auch niemand: 26 Getränkestände (davon 15 Bierwagen) versorgen an diesem Wochenende die Besucher in der Fußgängerzone. Und davon gibt es Hunderte, Zehntausende, ach was, auf sage und schreibe „100 000“ werden die Besucherzahlen von Dennis Andres geschätzt. Die Basis dafür liefern in diesem Jahr erstmals Kameras, die die Stadt seit einiger Zeit zur Passantenzählung einsetzt. Genaue Zahlen sollen folgen. So oder so: „Beim Pflasterfest ist für jeden etwas dabei, kulinarisch wie musikalisch. Die Künstler haben richtig Spaß und stecken das Publikum mit dieser Freude an“, fasst ein Besucher rundum zufrieden zusammen.

360-Grad Videorundgang über das Pflasterfest

Sechs Bühnen, 80 Bands – die geben alles. „Out of Order“ zum Beispiel, die zur besten Zeit am Samstagabend in der Osterstraße wie gewohnt mit sattem Sound begeistern. Oder „88 Miles“, die in über fünf (!) Stunden wohl jeden Hit der letzten vierzig Jahre liefern. Publikumsnähe beweist schon am Freitag die Emmerthaler Kultband „Talkin’ Wire“. Auf der – laut Dennis Andres – „schönsten Bühne des Pflasterfestes“, auf dem Münsterkirchhof, spielen die fünf Urgesteine ihr Heimspiel. Highlight: Ab der Mitte des Konzertes begeben sich Sänger Mirko „Oscar“ Wiekmann, Gitarrist Marc Schwekendiek und Bassist Michael Bock in die Menge. Mit „My Place“ gibt’s dort einen Song, der passt: Das Lied ist eine Liebeserklärung ans Weserbergland. Die Band macht im Refrain unmissverständlich klar: „My Place and my home, right here I belong!“ (Mein Platz und mein Zuhause, hier gehöre ich hin!)


Alle sechs Bühnen aus der 360 Grad-Perspektive gibt es hier

Während „Talkin’ Wire“ seit vielen Jahren eine lokale Größe ist, spielen auf dem Pflasterfest aber auch jede Menge interessanter Newcomer aus der Region. Beispielsweise die Band „Vorloud“, angekündigt als „Vorlaut“. Keiner der Musiker ist volljährig, die fünf Jungs gehen noch zur Schule. „Vorloud“ covered Red Hot Chilli Peppers und Billy Talent. Doch auf dem Pflasterfest präsentieren sie ihren ersten eigenen Song: „No Guns on me“. Der Lohn der knapp 50 Zuschauer: viel Jubel. „Ein geiles Gefühl, hier auftreten zu dürfen“, sagt Sänger und Gitarrist Julius Fähndrich.

„Percival“ von „The Voice“ hinterlässt bei manchem Besucher Gänsehaut. Foto: pr
  • „Percival“ von „The Voice“ hinterlässt bei manchem Besucher Gänsehaut. Foto: pr
Inzwischen gute Bekannte in Hameln: „Who Killed Bruce Lee“ heizt wieder ordentlich ein. Foto: JJ
  • Inzwischen gute Bekannte in Hameln: „Who Killed Bruce Lee“ heizt wieder ordentlich ein. Foto: JJ
„Erwin und Edwin“ lieferten Funky Electro Brass. Foto: NLS
  • „Erwin und Edwin“ lieferten Funky Electro Brass. Foto: NLS

Das denkt sich wohl jetzt auch der US–amerikanische Rocksänger Percival Duke–Hall. Der ehemalige „The Voice“-Kandidat, vielen aus der Sat1-Show bekannt, der für zig Selfies geduldig zur Verfügung steht, bedankt sich nach seinem Auftritt via Facebook beim Hamelner Publikum. Sein euphorischer Beitrag: „HAMELN!!!!!! Was für ein Stadt volle netter, wilde, ehrliche Leute!!!?? Ihr habt mir so ein geile warme Stimmung gegeben Ich bin BAAAALD wieder da!!!!! Thank you!“

Eine weitere verlässliche Größe beim Pflasterfest: der Himmel, mit Ausnahme eines kräftigen aber kurzen Wolkenbruchs am Samstagabend. Stadtmanager Andres zeigt sich zufrieden: „Das Wetter hat mitgespielt.“ Der Regenschauer jedenfalls kann die Stimmung nicht kippen; nur die Technik fällt auf Bühne 2 am Münsterkirchhof kurzfristig aus. Die betroffene „Realtime“-Crew nimmt es mit Humor: Sänger Johnny Tune zitiert zuerst den Eurythmics–Hit „Here comes the rain again“, dann den Freed–Klassiker „Singin‘ in the rain“, ehe er „It‘s raining men“ von den „Weather Girls“ anstimmt.

Dass „Hameln eine offene, weltoffene Stadt“ ist, wie Oberbürgermeister Claudio Griese bei der Eröffnung feststellt, beweist wieder einmal die Band „Who Killed Bruce Lee“. Die vier Musiker aus Beirut spielen Alternativ-Rock, covern aber auch einen Song der arabischen Musikikone Warda. Beim Konzert am Freitagabend drängen sich knapp 250 Leute um die Bühne am Ende der Bäckerstraße. Einige erweisen sich als treue Fans, tragen Bandshirts – und dürfen dafür beim letzten Song mit auf die Bühne. Die vier Vollbartmusiker heizen ordentlich ein. „Das ist klasse Musik fernab vom Mainstream“, rufen Mark und Silvia Omer begeistert. „Toll, dass beim Pflasterfest solch eine Vielfalt geboten wird!“ Sonntag, 20.06 Uhr – Stille, kein Ton mehr zu hören. Jetzt heißt es: Ein Jahr warten bis zur nächsten Altstadt-Party.

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Quelle: nls
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