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Katastrophenschutz im Fokus

Was tun im Katastrophenfall? Coppenbrügger Politik gibt Antworten

COPPENBRÜGGE. Katastrophenschutz und Hochwasserschutz sind gerade jetzt nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in aller Munde. So überrascht es auch nicht, dass diese Themen auch bei der jüngsten Ratssitzung des Flecken Coppenbrügge behandelt wurden – angesprochen nicht etwa von der Politik selbst, sondern von einer besorgten Bäntorferin.

veröffentlicht am 28.07.2021 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 29.07.2021 um 19:50 Uhr

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„Ich will wissen, was ich tun muss, wenn die Sirenen heulen. Gibt es Szenarien und Konzepte für den Katastrophenfall? Wie erfahre ich davon?“, so eine besorgte Einwohnerin aus Bäntorf. „Wir leben seit 1,5 Jahren in der Mühle, sind zugezogen und wissen nicht, was im Katastrophenfall zu tun ist“, beklagte die Bäntoferin. „Unser Haus ist bei einem Hochwasser als erstes weg.“

Früher sei ein Wagen mit Lautsprechern durch die Ortschaften gefahren und habe die Einwohner vor drohenden Gefahren und vor einer Evakuierung gewarnt, erinnerte sich die Fragestellerin – und fand Zustimmung sowohl bei den Ratsmitgliedern als auch bei Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka.

„Ich gehöre ja auch noch zu der Generation, die das alles in der Schule gelernt hat. Welche Sirenentöne was bedeuten und was dann zu tun ist. Heute aber, so berichten mir Ratsmitglieder, werde vonseiten der Schüler erst einmal diskutiert, warum und wieso man seine Sachen packen müsse.“

Peschkas Fazit: „Wir müssen das Thema Katastrophenschutz und Alarmierung wieder in der Schule behandeln.“

Außerdem müsse die aktuelle Technik überprüft und eventuell wieder auf analoge Maßnahmen umgeschaltet werden, so der Gemeindebürgermeister. „Das müssen wir der Lage anpassen.“ Warnungen müssten notfalls ganz einfach und primitiv übermittelt werden.

„Ich erinnere mich noch, als ich ein kleiner Junge war, ging ein Stadtmitarbeiter, der heute über 90 ist, mit einer Klingel durchs Dorf und informierte die Bürger.“

Möglicherweise seien Lautsprecherdurchsagen von kommunalen Fahrzeugen aus eine wieder einzuführende Maßnahme. „Wir müssen das alles auf unsere Fahnen schreiben“, so Peschkas Fazit.

Die Fragestellerin war zufrieden und schlug eine „kumulative“ Anwendung verschiedener Alarmierungswege vor: über eine Katastrophen-App, per Lautsprecherwagen und Megafon oder über den Weg der Sirenen. „Die Bedeutung der Signale aber muss jeder kennen, auch die Schulkinder“, mahnt die Bäntorferin an.



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