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Katalogisieren der Exponate als Kriterium für die Auszeichnung

Vorbereitungen für Gütesiegel

OSTERWALD. Eigentlich wollte der Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald 2020 sein 40-jähriges Bestehen und gleichzeitig das 40-jährige Bestehen des Besucherbergwerks feiern. Wegen der Corona-Pandemie musste das Fest jedoch ausfallen – wie auch weitere Veranstaltungen im vergangenen und in diesem Jahr. Untätig war der Verein trotzdem nicht. „Wir haben die Zeit genutzt und nutzen sie auch weiterhin, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten“, betont Dr. Olaf Grohmann, der Vorsitzende des Vereins.

veröffentlicht am 01.09.2021 um 10:00 Uhr

Stolte Christiane

Autor

Reporterin

Sanierungsarbeiten über und unter Tage stehen ebenso auf dem Programm wie das Katalogisieren sämtlicher Exponate – auch der Stücke, die sich derzeit nicht in der Dauer- oder Sonderausstellung befinden, sondern in einem dafür extra eingerichteten Magazin eingelagert sind. „Egal, ob groß oder klein – jedes Teil muss vermessen und sein Aufbewahrungsort aufgelistet werden“, erklärt Anja Reimann, die stellvertretende Vorsitzende. Gemeinsam mit Dr. Grohmann und Martina Grohmann hat sie sich dieser Aufgabe angenommen. Die akribische Ordnung soll langes Suchen ersparen, gehört aber auch zu den vorgeschriebenen Kriterien zur Erlangung des Museums-Gütesiegels. 2016 war das Besucherbergwerk als einziges Besucherbergwerk Norddeutschlands zum ersten Mal mit dem Siegel ausgezeichnet worden.

Es wurde angebracht im Eingangsbereich des Museums. Es belegt, dass die Arbeit des Museums professionellen Standards entspricht, ein Leitbild enthält sowie die Grundsätze für die sachgerechte Bewahrung und Präsentation der Exponate festschreibt. Das Siegel wird vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergeben. Der Begriff „Museum“ sei nicht geschützt, wurde jedoch vor etlichen Jahren vom „International Council of Museums“ (ICOM) exakt definiert. Der Deutsche Museumsbund habe daraus Qualitätskriterien abgeleitet, die unter anderem der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen seit 2006 für sein Museumsregister, dem heutigen Museums-Gütesiegel, anwende, erläutert Dr. Grohmann in dem kleinen Buch „Der Hüttenstollen“. Es wurde kürzlich vom Bergmannsverein herausgegeben – ein Periodikum, das einmal im Jahr erscheinen soll. Unter anderem enthält es Wissenswertes über das Besucherbergwerk Osterwald und der einstigen Industriegeschichte. Für 4,50 Euro kann es im Besucherbergwerk erworben werden.

„Die Broschüre werden wir auch mit einbeziehen in unsere Bewerbung für das Museums-Gütesiegel 2023. Das 2016 verliehene Siegel gelte noch bis 2022.


Übrigens: Wieder steigende Inzidenzwerte könnten Änderungen im Jahresprogramm des Besucherbergwerks zur Folge haben. Aktuell geltende Termine und Führungen sind aufgeführt auf der Homepage des Hüttenstollens unter https://der-huettenstollen.de.



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