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Machte sich ein Bild: Dr. Nikolaus Schwerdtfeger

Visitation durch Weihbischof: Wie ist die Lage vor Ort?

LAUENSTEIN. Die letzte Visitation durch den Weihbischof in Gronau fand vor sieben Jahren statt. Seitdem ist viel passiert – die Kirchengemeinde St. Joseph mit Gronau, Lauenstein, Elze und Mehle wird seit zwei Jahren durch ein „ÜPE-Team“ (Überpfarrlicher Personal-Einsatz) geleitet.

veröffentlicht am 01.11.2021 um 16:20 Uhr

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Pfarrer Martin Brzenska aus Alfeld betreut mit Kaplan Mühlbauer, Gemeindereferentin Patricia Fink und Diakon Jens Pohl zusammen mit ihrer Alfelder Gemeinde insgesamt rund 7000 Gemeindemitglieder in neun Kirchorten und 87 Ortschaften. Gronau, Elze, Mehle und Lauenstein sind jedoch weiterhin eine eigene Gemeinde.

Weihbischof Schwerdtfeger sprach mit den Hauptamtlichen, erhielt Einblick in die Kirchenbücher und traf sich mit dem Pastoralrat und hatte auch ein offenes Ohr für die Sorgen der Gemeindemitglieder angesichts der großen Krise, in der sich die katholische Kirche befinde. Viele Menschen hätten sich von der Kirche abgewandt, nicht nur wegen der erschütternden Straftaten, die Geistliche an Kindern und Jugendlichen begangen haben. Immer weniger Menschen besuchten die Heilige Messe am Sonntag, immer weniger Ehrenamtliche würden immer mehr Arbeiten übernehmen. Weihbischof Schwerdtfeger hörte zu und bestätigte die herausfordernde Lage: Ein Drittel der Kinder aus katholischen/christlichen Familien werde nicht mehr getauft, in zehn Jahren werde sich die Anzahl der Gemeindemitglieder um 600 durch Tod und Austritt reduzieren. Dann erläuterte er, wo er die Stärken der Gemeinde sehe. Als „einen großen Schatz“ erkannte er die 40 Kinder und Jugendliche, die in Elze als Pfadfinder aktiv seien samt ihrer 20 Leiter.

Außerdem lobte er, dass die Kirchengemeinde ein solides Schutzkonzept gegen sexuellen Missbrauch habe. Präventionsbeauftragte der Gemeinde ist Ann-Kristin Hachfeld aus Lauenstein, die Lauenstein auch im Pastoralratsvorstand vertritt. Bischof Schwerdtfeger lobte die Reihe „Mit Gott ins Kino“ und das in Gronau die Kirche jeden Tag zum Gebet geöffnet sei. Er gab Anregungen, diese Stärken zu erweitern: „Schaut, ob ihr auch eure anderen Kirchen öffnen könnt. Besucht die Menschen. Besucht die Familien der Erstkommunionkinder, der Täuflinge. Gebt die Botschaft des Evangeliums weiter!“



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