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Scheppernde Kanalabdeckungen sorgen für Lärmbelästigung rund um die Uhr

Schlaflos in Bisperode: Ärger um Kanaldeckel

BISPERODE. „Wenn Sie mal wieder durch Bisperode fahren, hören Sie sich mal unsere Kanaldeckel an“, schreibt ein Anwohner der Langen Straße an die Redaktion. „Das ist ein unzumutbarer Zustand!“ Namentlich möchte der Bisperoder nicht genannt werden. Er wisse aber nach Rücksprache mit den Nachbarn, dass sich jeder im Umkreis durch den Lärm der Kanaldeckel an der Durchfahrtsstraße belästigt fühle.

veröffentlicht am 12.08.2021 um 09:00 Uhr

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Reporterin

Die Vorgeschichte: Vor etwa 14 Tagen ist mit Vorankündigung der Gemeinde auf der Landesstraße 588 der Regenwasserkanal gereinigt worden. Und seitdem klappern die Kanaldeckel bei jedem Fahrzeug auf der Langen Straße unüberhörbar Tag und Nacht: „Klack-Klack“ bei jedem Pkw, „Klack-Klack-Klack“ bei jedem Dreiachser. „Fragen Sie doch bitte mal bei der Gemeinde Coppenbrügge nach, warum nichts gegen diese unerträgliche Lärmbelästigung unternommen wird“, so der Bisperoder. Wiederholt habe seine Frau die Gemeinde seit zehn Tagen telefonisch auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam gemacht. Man würde sich kümmern, habe es geheißen. Ohne Reaktion.

„Es müsste doch möglich sein, innerhalb kürzester Zeit dieses Geklapper zu beseitigen!“

Krach und Scheppern der Deckel bei jedem Pkw oder Laster, der an ihrem Haus an der Langen Straße, meist noch mit überhöhter Geschwindigkeit, vorbeibrettert, seien auf Dauer in der Tat extrem nervend, bestätigt auch Helga Kuhlmann. Nachtruhe längst Fehlanzeige. „Glücklich aber auch nur vielleicht die, die nach hinten raus ihr Schlafzimmer haben.“

Notwendige Dichtungsringe
waren nicht vorrätig

Alexander Saffer, Mitarbeiter im Coppenbrügger Bauamt, erklärt die Situation. „Durch Hochwasser und Sturzregen war der Regenwasserkanal in Bisperode verschlammt und die Spülung dringend erforderlich.“ Im Zuge dieser Maßnahme wurden alle Deckel geöffnet, um an die Sohle zu kommen, und alle Schmutzablagerung entfernt.

Allerdings, so Saffers Auskunft, seien die abschließend zur Abfederung und Dämpfung notwendigen Kunststoffdichtungsringe der Deckel bei der beauftragten Firma nicht vorrätig gewesen. Die mussten bestellt und konnten zunächst nicht eingelegt werden. „Wodurch sich das Scheppern durch Metall auf Metall beziehungsweise Beton auf Beton erklärt.“ Man warte auf die Lieferung. Eine halbe Stunde später ruft Saffer zurück. Die Ringe seien da. Die Bauhofmitarbeiter bräuchten eine runde halbe Stunde für das Einlegen. Die Anwohner an der Langen Straße können wieder schlafen.



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