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Einwohner von Salzhemmendorf planen Sozialgenossenschaft

Projekt will mehr als nur Nachbarschaftshilfe bieten

SALZHEMMENDORF/HAMELN. Auf Initiative der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont haben sich engagierte Bewohner aus Wallensen, Ockensen, Levedagsen und Thüste im Flecken Salzhemmendorf bereits zum vierten Mal getroffen, um weiter an dem Aufbau einer Sozialgenossenschaft vor Ort zu arbeiten, die gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe jedem zugänglich machen soll. Das hat der Landkreis mitgeteilt, der nähere Einzelheiten zu dem Projekt erläutert.

veröffentlicht am 04.08.2019 um 17:55 Uhr

Vor allem für ältere Menschen werden die Belastungen im Haushalt, die mangelhafte Erreichbarkeit von Einkaufsläden, Ärzten und Apotheken oder auch die Einsamkeit im Laufe der Zeit immer größer. Ein Fortzug aus den eigenen vier Wänden – und damit häufig auch aus der näheren, gewohnten Umgebung – ist dann meist der einzige Ausweg. Aber auch jüngere Menschen benötigen manchmal Unterstützung, da sie beruflich zeitweise stark eingebunden sind, aus gesundheitlichen oder familiären Gründen. So wird mal jemand benötigt, der die Kinder zum Fußballtraining fährt, mit dem Hund rausgeht, ein Paket mit zur Poststation nimmt oder als Mitfahrgelegenheit zum Markt. „Schon ganz einfache Unterstützungsleistungen können entlastend sein – und wirklich jeder kann etwas beitragen, im Rahmen seiner Möglichkeiten“, wie es weiter dazu aus dem Kreishaus heißt.

In einem nächsten Schritt soll mit einer Befragung ermittelt werden, welche Unterstützungsbedarfe und -möglichkeiten die Einwohnerschaft vor Ort hat. Für die Durchführung dieser Befragung benötigt die Arbeitsgruppe allerdings noch Unterstützung, um im Herbst mit möglichst vielen Helfern in den Dörfern auf die Befragung aufmerksam zu machen, direkt mit den Bewohnern zu sprechen und möglichst viele Fragebögen einzusammeln, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

„Alle Interessierten sind eingeladen, dabei zu helfen, herauszufinden, was die Menschen vor Ort brauchen, aber auch zurückgeben können und möchten. Wir können jede Unterstützung gebrauchen und freuen uns über jeden, der mitmacht“, erklärt Jaqueline Günther, Koordinatorin der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont.

Die Arbeitsgruppe hat sich übrigens bei dem letzten Treffen einstimmig auf einen neuen Namen geeinigt und heißt nun nicht mehr „Leben und älter werden im Flecken Salzhemmendorf“ sondern „Jung & alt zusammen für unsere Dörfer: geben – nehmen – leben“. Mit dieser Bezeichnung sollen sich auch jüngere Menschen angesprochen fühlen, wie die Mitwirkenden der Sozialgenossenschaft sich laut Mitteilung des Landkreises erhoffen. red

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