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Pastorin Corinna Engelmann tritt die Nachfolge an

Nach 27 Jahren ist Schluss: Pastor Müller geht in den Ruhestand

SALZHEMMENDORF. 27 Jahre war Thomas Müller als Pastor im Gemeindeverband Saaletal tätig. Den Pastorenberuf hat er in Gänze 35 Jahre lang ausgeübt. Kürzlich ist der 65-Jährige in den Ruhestand verabschiedet worden.

veröffentlicht am 07.11.2021 um 07:00 Uhr

Stolte Christiane

Autor

Reporterin

„Der Abschied fällt mir schwer, aber ich freue mich natürlich auf meinen neuen Lebensabschnitt“, verrät der Seelsorger auf Anfrage der Dewezet. Er werde nun mehr Zeit für seine Familie haben, und auch mehr Zeit, sich selbst mal etwas Ruhe zu gönnen. Außerdem sei er gespannt auf die neuen Aufgaben, die das Leben mit sich bringe. Eine Aufgabe steht bereits fest – Anfang des Jahres wird der Pastor im Ruhestand zum ersten Mal Großvater. „Der Kinderwagen ist bereits gekauft“, sagt er voller Vorfreude.

In Salzhemmendorf endet nicht nur Müllers Berufsleben, sondern auch das Wohnen in Salzhemmendorf. Thomas und Christina Müller sind derzeit damit beschäftigt, im Raum Hildesheim sesshaft zu werden.

Er sei gern Pastor im evangelisch-lutherischen Gemeindeverband Saaletal gewesen – mit allen seelsorgerischen Tätigkeiten, die der Beruf mit sich bringe. Die Begegnungen mit den Menschen, ob alt oder jung, werde er in guter Erinnerung behalten. Besonders am Herzen habe ihm die Arbeit mit jungen Leuten gelegen. „Hier ist an erster Stelle der Konfirmandenunterricht zu nennen“, blickt Müller zurück. Zu sehen, wie sich die jungen Leute entwickeln und in das Gemeindeleben hineinwachsen, sei für ihn eine Bereicherung gewesen.

Nach besonderen Ereignissen in seiner langjährigen Tätigkeit gefragt, muss der Pastor nicht lange überlegen. „Das war die Instandsetzung der Orgel in der St.-Margarethen-Kirche“, nennt er das Projekt, zu dessen Finanzierung auch die zahlreichen Orgelfeste beigetragen hatten.

Überhaupt blickt Thomas Müller gern auf seine Berufsjahre zurück. Für Christian Castel ist der ausgewogene Rückblick keine Überraschung, denn: „Noch immer ist der Pastorenberuf einer der schönsten Berufe, die es gibt“, hat der Superintendent im Abschiedsgottesdienst betont, in dem er Thomas Müller entpflichtete und in den Ruhestand verabschiedete.

Thomas Müller wurde 1956 in Salzgitter-Bad geboren. Nach ehrenamtlichen Anfängen in der Kindergottesdienst- und Jugendarbeit in Holle, dem anschließenden Theologiestudium in Göttingen und Hermannsburg sowie dem Vikariat in Kirchdorf und bester Examensnote wurde Thomas Müller ordiniert und trat eine Stelle als Pastor in Eschershausen an. Dreieinhalb Jahre später wurde er als persönlicher Referent des damaligen Landesbischofs Horst Hirschler einberufen und wurde zugleich Leiter der Bischofskanzlei in Hannover. Auf eigenen Wunsch trat Müller dann eine Stelle als Gemeindepastor in Salzhemmendorf an. Darüber hinaus wurde er in den Planungsausschuss des Kirchenkreises gewählt und übernahm 1996 den Vorsitz, den er bis 2019 innehatte.

Das abwechslungsreiche Berufsleben brachte der Superintendent beim Abschiedsgottesdienst wie folgt auf den Punkt: „Dein Wirken, lieber Thomas, unterstützt und mitgetragen von deiner lieben Frau, hat vieles bewegt und vieles verändert, es hat Spuren hinterlassen – positive selbstverständlich. Dafür sage ich hiermit ausdrücklich: Ganz herzlichen Dank!“

Die Stelle von Pastor Müller bleibt nicht vakant. Seine Nachfolge tritt Pastorin Corinna Engelmann an.



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