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Coppenbrügge ist cool – aber ein Soccer-Court fehlt

Ideenaustausch zur Dorfentwicklung im Coppenbrügger Jugendtreff

COPPENBRÜGGE. „Jetzt redet die Jugend.“ So das Motto bei einem gemeinsam vom Planungsbüro „mensch und region“ und Gemeindejugendpfleger Rauer organisierten Ideenaustausch zur Dorfentwicklung im Coppenbrügger Jugendtreff.

veröffentlicht am 25.11.2021 um 13:00 Uhr

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Reporterin

„Wünsche und Erwartungen der Kinder und Jugendlichen sind wichtig für das Entwicklungskonzept“, hieß es in der Einladung.

Was fehlt der Jugend in den Dörfern? Welche Ideen gibt es? Die Jugend sollte Gelegenheit haben, mal so richtig Tacheles zu reden. Wer einen Ansturm erwartet hatte, sah sich, allerdings nur zunächst, enttäuscht. Sieben Jungen und ein Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren waren der Einladung gefolgt.

Nicht alles, was auf Nachfrage von Moderatorin Katja Hundertmark vom Planungsbüro jugendliches Missfallen in Coppenbrügge erregt – Ärger in der Schule, viel Verkehr, kein McDonalds, keine weiterführende Schule, keine Bowlingbahn, kein Minigolf, nur ein einziges Becken im Hallenbad, wo soll man dann springen … –, entsprach der Förderkulisse Dorfentwicklung.

Zahlreiche angeführte Beispiele gehörten dagegen zur Rubrik „Was besonders gut gefällt“ und bewiesen die Attraktivität des Fleckens für die Jugend: der Wald, die Burg, das Schwimmbad, die Feuerwehr, ein großes Vereinssportangebot – besonders Fußball, der Mountainbike-Parcours am Ithkopf, tolle Einkaufsmöglichkeiten. „Eigentlich ist das alles schon ziemlich cool hier“, sagen Simon (11), Leonard (14) und Oke (13). Fehlen würde allerdings der seit Jahren gewünschte Soccer-Court, weil der Vereinsfußballplatz außerhalb der Trainingszeiten abgeschlossen, Kicken Fehlanzeige ist.

Katja Hundertmark notiert den absoluten Spitzenwunsch im Ranking unter anderem für das Protokoll. „Eine klasse Veranstaltung“, meint Alina Habenicht. „Die Kinder und Jugendlichen werden gehört. Auch wenn die Nachfrage nicht groß war, die Jugendlichen werden drüber sprechen. Vielleicht sind sie auch einfach zufrieden.“

Die 21-jährige Erzieherin am Taubblindenwerk Fischbeck ist in Coppenbrügge aufgewachsen, wohnt immer noch dort. Von klein auf hat sie selbst das vielfältige Angebot in Coppenbrügge genossen, insbesondere die Ferien(s)passaktion, die sie heute als Erzieherin alljährlich immer noch mitbetreut. Sie ist ganz nah dran an den Kids. Ganz nah dran ist auch Jugendpfleger Reimar Rauer, der alle Vereine per WhatsApp über die Veranstaltung informiert hat.

Seine Annahme hinsichtlich der mäßigen Teilnahme: „Den Jugendlichen ist ihr Hier und Jetzt wichtiger als eine Planung für irgendwann. Kaum ein Jugendlicher plant jetzt schon für Silvester. Da sollten wir uns nicht wundern, dass viele Teens nicht darüber nachdenken wollen, was in ein, zwei oder noch mehr Jahren geändert werden soll.“

Das Angebot des Planungsbüros, einen Jugendvertreter in das Kompetenzteam zu entsenden, werde er gerne und, da sei er sich sicher, erfolgreich unterstützen.



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