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Zuversicht in Dörpe ist groß

Gute Chancen für eine neue Kulturscheune?

DÖRPE. Die „Kulturscheune“ stand im Mittelpunkt der Beratungen des Arbeitskreises Dörpe zur Dorfentwicklung, zu der das Planungsbüro „mensch und region“ eingeladen hatte. Ein Projekt von absoluter Notwendigkeit, waren sich die Dörper schon vor Jahren einig, als „Bruns Scheune“ nach Verkauf nicht mehr langfristig zur Verfügung stand.

veröffentlicht am 31.10.2021 um 09:00 Uhr

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Reporterin

Ausgefeilte Architektenpläne für einen Neubau, da kein geeigneter Altbestand vorhanden, waren schon 2016 das Ergebnis ausgiebiger Diskussionen in diversen Arbeitsgruppen im Dorf (wir berichteten). Beides kam jetzt wieder unters Scheunendach. Und überzeugte auch uninformierte Neubürger. Die Zuversicht ist groß.

Architekt Peter Merl stellt wie 2018 im Ortsrat auch an diesem Abend in Bruns Scheune die Neubaupläne zwischen Kinderspielplatz und Feuerwehrhaus vor. Aktueller Kostenrahmen: 750 000 bis 800 000 Euro. „Ein großer Brocken für das Förderprogramm“, so Planer und Moderater Wolfgang Kleine-Limberg. Neubürger mit kleinen Kindern befürchten hohes Verkehrsaufkommen und Lärm.

Gewollte Nähe für entspannte Veranstaltungen ist die Erklärung. Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka weist auf die Notwendigkeit der Bildung einer Dorfgemeinschaft mit allen dörflichen Vereinen als Träger des Projektes und unbedingte Voraussetzung der Förderfähigkeit hin. Eigenkapital, Eigenleistung und langfristige Pflege seien unabdingbar. Zur weiteren Planung und Abklärung wird ein Arbeitskreis eingerichtet werden.

Sue Sheehan und Peter Merl sehen nach der Veranstaltung gute Chancen für die Kulturscheune. „Weil der Großteil der Dörper Bevölkerung dahinter steht.“ Kommunikationsschwierigkeiten der jüngeren Vergangenheit seien größtenteils darin begründet, dass Neubürger den Entscheidungsprozess der letzten Jahre nicht miterlebt haben und nicht ausreichend informiert waren. „Nach dieser Veranstaltung haben wir aber die Hoffnung, dass in einer gemeinsamen Diskussion die Problemfelder erkannt und gelöst werden können.“

Die Diskussion habe gezeigt, dass es in Dörpe den Neubau einer Kulturscheune gegenüber dem Feuerwehrhaus geben müsse, stellt Bernd Geißler am Ende fest. So könne ein Dorfmittelpunkt mit Spielplatz, Kulturscheune, Feuerwehrhaus, Sitzgruppen, zum Verweilen und zur Kommunikation in verkehrsberuhigtem Bereich entstehen.

Die Sorge um höheres Verkehrsaufkommen oder Lärmbelästigung sei verständlich, soll aber im Gespräch mit den Anwohnern ausgeräumt werden. Geißler, geschäftsführender Vorstand und Kassenwart der Dörper Dorfgemeinschaft (DDG) ist überzeugt, dass Dörpe das Projekt „Kulturscheune“, auch in finanzieller Hinsicht, durch erforderliche handwerkliche Eigenleistung und Spenden wuppen wird. „Ein solches Förderprogramm, wie momentan angeboten, werden wir in absehbarer Zeit nicht wieder erhalten.“

Interessierte, die in den Dörper Arbeitsgruppen „Kulturscheune“, „Verkehrsberuhigung“, „Hochwasserschutz“ und „Lindenplatz“ mitarbeiten möchten, melden sich unter 05156/781925 im Rathaus bei Jürgen Krückeberg.



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