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Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes

Wie sieht die Zukunft der Mobilität in urbanen und ländlichen Räumen aus?

BUCHHAGEN. Auf der Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) soll über wichtige gesellschaftliche Fragen gesprochen und ein Stück weit in die Zukunft geblickt werden. Dafür hat der Verband prominente Redner eingeladen. Unter anderem einen renomierten Zukunftsforscher.

veröffentlicht am 06.10.2021 um 09:00 Uhr

vasco

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Reporter zur Autorenseite

Mobilität auf dem Lande, die Coronapandemie und die Lage der kommunalen Selbstverwaltung: Bei der Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB), die heute in Buchhagen stattfindet, soll über wichtige gesellschaftliche Fragen gesprochen und ein Stück weit in die Zukunft geblickt werden. Dafür hat der Verband prominente Redner eingeladen.

So wird der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in seinem Vortrag auf die Lehren eingehen, die aus den Erfahrungen mit der Coronapandemie gezogen werden können.

Eine Zukunftsperspektive für die Mobilität in urbanen und ländlichen Räumen gibt Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter der Abteilung „Zukunftsforschung und Trendtransfer" im Volkswagen-Konzern. Müller-Pietralla ist Diplom-Biologe und seit 1992 bei Volkswagen beschäftigt. An der Freien Universität Berlin lehrt er zudem seit 2010 im Masterstudiengang Zukunftsforschung.

Diese wissenschaftliche Disziplin widmet sich der Analyse verschiedener Zukunftsbilder. „Sie beschäftigt sich mit möglichen, wahrscheinlichen und wünschbaren zukünftigen Entwicklungen“, heißt es in der Beschreibung des Studienganges auf der Homepage der Freien Universität Berlin. Auch wenn sich die Zukunft einerseits nicht konkret vorhersehen ließe, würden sich bereits heute wichtige Entwicklungsstrukturen in ihren Grundzügen abzeichnen. Durch die Ergebnisse aus der Zukunftsforschung ließen sich mögliche, wahrscheinliche, wünschens- oder vermeidenswerte Zukunftsbilder sichtbar machen und zur Diskussion stellen.

Laut Informationen der Universität war Müller-Pietralla bei Volkswagen zunächst für den Aufbau eines konzernweiten Umweltmanagementsystems zuständig.

In den Jahren 1997 bis 2002 war er an der Entwicklung der Autostadt als Erlebnisraum und Kommunikationsplattform des Volkswagenkonzerns beteiligt. Den Bereich Zukunftsforschung und Trendtransfer des VW-Konzerns leitet der Biologe seit dem Jahr 2002. Der Fokus der Abteilung liegt auf der Erforschung zukünftiger Entwicklungen in Gesellschaft und Technologie und deren Übersetzung in Zukunftsbilder.

Die Forschungsergebnisse sollen in die Unternehmensstrategien der VW-Konzernmarken einfließen und in innovative Mobilitäts- und Fahrzeugkonzepte übersetzt werden.

Neben seiner Arbeit für die Freie Universität Berlin und den Volkswagen-Konzern ist Müller-Pietralla als Gastprofessor im Fachgebiet Zukunftsforschung an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig tätig.

Über die Lage der kommunalen Selbstverwaltung spricht zudem Dr. Marco Trips, der seit 2012 Präsident des NSGB ist. Sein Amt übernahm er von Rainer Timmermann. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Information

Der NSGB ist der kommunale Spitzenverband der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Niedersachsen. Der Verband spricht für über 400 Mitglieder. Seine Hauptaufgabe sieht der Verband in der Vertretung seiner Mitglieder gegenüber Gesetzgebung und Verwaltung auf Bundes- und Landesebene. Der NSGB setzt sich für die Stärkung der Selbstverwaltung in den Städten und Gemeinden ein und Berät seine Mitglieder.



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