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Heyener Rat spricht sich für Sprachförderung aus und beschließt flexible Gebühren für U-3-Kinder

Sprachförderkonzept befürwortet

Einstimmige Zustimmung zum „Sprachförderkonzept“, das im kommenden Monat starten wird und in erster Linie den ausländischen Kindern zugutekommen wird.

veröffentlicht am 12.09.2021 um 22:39 Uhr

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Reporter

HEYEN. Es war die letzte Sitzung des siebenköpfigen Rates in dieser Legislaturperiode. In sehr entspannter Atmosphäre tagte das Gremium im Außenbereich des 1981 gegründeten Gasthauses „Zur Pyramide“. Vier Zuhörer, darunter die Leiterin der Heyener Kita, Susanne Beikert, verfolgten die Sitzung. Die bestand neben den Mitteilungen des Bürgermeisters Michael Zieseniß, der die Bürger dazu aufrief, sich aktiver an der Apfelbaumversteigerung zu beteiligen, vor allem aus den Themen „Sprachförderung und Gebührenordnung der Kita“ und den Verabschiedungen der Haushalte der Jahre 2013 bis 2017.

Einstimmige Zustimmung gab es zum Start des von Susanne Beikert und ihrer Mitarbeiterin Jasmin Erdmann entwickelten „Sprachförderkonzeptes“, das im kommenden Monat starten wird.

„Das ist für uns Neuland“, so die 51-jährige, die die 16 Kinder betreuende Kita „Kuckucksnest“ seit Inbetriebnahme im August 2020 leitet. Deren Träger ist die Gemeinde, die drei Kräfte zur Betreuung beschäftigt. „Wir sind gut für diese Arbeit gewappnet“, kündigte Beikert an. Die Sprachförderung komme in erster Linie den ausländischen Kindern zugute, aber auch andere Kinder mit Förderbedarf würden berücksichtigt. Die Kita umfasse, so Beikert, eine Gruppe mit 16 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren „Das sind 25 Plätze, wobei die U-3-Plätze doppelt zählen, wir also voll belegt sind.“ In zwei kurzen Sitzungsunterbrechungen konnte Susanne Beikert den Ratsmitgliedern das Sprachförderkonzept erläutern. Das wird ihre Kollegin Jasmin Erdmann mit jeweils 1,75 Wochenstunden durchführen: 0,75 Stunden für die Ü-3-Kinder, eine halbe Stunde für die U-3-Kinder. Ebenfalls eine halbe Stunde ist für Vor- und Nachbereitung, Dokumentation und eventuelle Elterngespräche eingeplant.

Auch die Gebührenordnung für die Nutzung der Einrichtung wurde diskutiert. Eltern, deren U-3-Kinder nur die Kernzeiten von 8.30 bis 12.30 Uhr samt Mittagessen nutzen, sollten künftig eine Ermäßigung von 25 Prozent bekommen, so der Vorschlag. Wer sich beim Bringen oder Abholen verspäte, der solle mit einer Verspätungsgebühr belegt werden, so Beikert.

„Das ist ein guter Kompromiss und ein Entgegenkommen. Hohe Flexibilität vorzuhalten ist ein sehr hoher Aufwand“, so Ratsherr Lars Pohl.

Am Montag werde die Regelung beim Elternabend diskutiert werden. „Wir müssen die gegebene Praxis mit einem Gebührenmodell hinterlegen“, so Bürgermeister Michael Zieseniß. Wer die Kernzeiten regelmäßig nutze, solle weniger zahlen als der, der längere Zeiten und somit höheren Betreuungsaufwand in Anspruch nehme. Auch pädagogisch sei das sinnvoll, ergänzte Beikert. „Es ist besser erst einmal nicht so viele Stunden in der Einrichtung verbringen, das hilft den Kindern sich besser einzugewöhnen.“



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