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Miteinander und Nebeneinander arbeiten

Neue Arbeitsmöglichkeit: Coworking-Space-Container in Bodenwerder startet

BODENWERDER. Corona, Homeoffice und nun Coworking, das heißt, raus aus der Wohnung, der familiären Umgebung und hinein in einen neuen Arbeitsbereich, in dem an neutralem Ort nebeneinander oder auch miteinander gearbeitet werden kann.

veröffentlicht am 03.08.2021 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 03.08.2021 um 20:50 Uhr

Beißner

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Reporterin

Das Projekt Coworking-Space des Landesverbandes der Landfrauen Niedersachsen (wir berichteten) ist entstanden, als durch Corona viele Menschen im Homeoffice waren und die sozialen Kontakte fehlten. Der Coworking-Container, der zentrumsnah auf dem Parkplatz im Hagen neben der Verkehrsinsel steht, soll da Abhilfe schaffen. Seit Montag, 2. August, kann jeder Interessent kostenlos einen der beiden Arbeitsplätze buchen und die Annehmlichkeiten – Ruhelounge, Kaffeemaschine, schnelles WLAN und Drucker – in Anspruch nehmen. Lediglich der Laptop muss mitgebracht werden.

Elisabeth Brunkhorst, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Niedersachsen, sagte in ihrer Begrüßung: „Der Verband zählt 68 000 Mitglieder und ist geballte Frauenpower, eine bunte Mischung von allem, was auf dem Land lebt, nur etwa 10 Prozent davon sind noch Landwirtinnen. Wir möchten mit dem Projekt Coworking-Space bleibende Perspektiven für Frauen und Familien im ländlichen Raum schaffen. Was in Großstädten schon absolut in ist, ist hier zur Stärkung von Frauen genau richtig.“

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt beglückwünschte die Landfrauen zu dieser Aktion und dankte ihnen, sich des Themas angenommen zu haben. „Bei Landfrauen denkt man als Mann eher an Hauswirtschaft, Kinder und Familie, eben ländlich geprägt. Sie beweisen mit Ihrem Projekt, dass Sie mit der Zeit gehen, innovativ sind und sich den gesellschaftlichen Veränderungen stellen“, führte er aus.

Stadtdirektorin Tanya Warnecke hat in der Corona-Zeit selbst Erfahrungen in einem Coworking-Space in Hameln gesammelt und hat vonseiten der Stadt diesem Projekt gerne zugestimmt. „Homeoffice wird von vielen genutzt, jetzt haben die Menschen in den nächsten Wochen die Möglichkeit, eine andere Arbeitsmöglichkeit im Coworking-Space kennenzulernen, sei es durch Veranstaltungen oder durch Buchungen zum Arbeiten. Das ist schön für Familien, Gäste und Touristen, für Schüler und Studenten – jeder kann sich hier ausprobieren“, sagte sie. Für die Zukunft – Interessenten sind vorhanden – sieht Warnecke die Möglichkeit, dauerhaft solch ein Projekt auch in der Innenstadt zu etablieren, dort Räumlichkeiten zum Arbeiten zur Verfügung zu stellen, was ein absoluter Zugewinn für die Stadt wäre.

Die Landfrauen haben viel Energie und Herzblut in das Coworking-Space-Projekt gesteckt. „Keiner von uns hat sich im Vorfeld vorstellen können, wie viel Arbeit und Organisation das Projekt erforderte“, hob die Kreisvorsitzende Marion Becker hervor, „nur mit viel Engagement war es möglich, 35 Veranstaltungen in so kurzer Zeit zu organisieren.“ Durch die Unterstützung von Vereinen und Organisationen ist ein vielseitiges Programm für Jung und Alt herausgekommen, mit Vorträgen, kreativen, kulturellen und sportlichen Angeboten bis hin zu politischen Themen und Diskussionen mit Politikern verschiedener Parteien.

Im und am Container haben die Landfrauen für ein ansprechendes Ambiente gesorgt. Für Erholungspausen oder Besprechungen im Außenbereich bieten grüne Oasen, mit dichten Hecken umgeben und ausgestattet mit bequemen Sitzmöbeln, einen idealen Rückzugsort. Am Eröffnungstag verwöhnten sie die Gäste und Interessenten mit Kaffee und Kuchen.

Bis zum 29. August ist der mobile Coworking-Space werktags von 10 bis 17 Uhr sowie zu den Veranstaltungen oder nach persönlicher Absprache geöffnet. Die Buchung eines Arbeitsplatzes ist unter coworkland.de/de/spaces/popupcoworking-bodenwerder möglich. Das Programm ist unter www. kreisland-frauen-holzminden.de zu finden.



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